Glattfelden

Bootsmotoren in Glattfelden gestohlen

Motorendiebe haben in Rheinsfelden beim Kraftwerk Eglisau-Glattfelden zugeschlagen und fünf Bootsmotoren entwendet. Die Täter haben denselben Ort in den letzten Jahren schon wiederholt aufgesucht.

Der beschauliche Bootsplatz, der von Dieben heimgesucht wurde, liegt in der Nähe des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden.

Der beschauliche Bootsplatz, der von Dieben heimgesucht wurde, liegt in der Nähe des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden. Bild: Madeleine Schoder

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30 Bootsplätze sind beim Schiffsanlegeplatz in der Nähe des Kraftwerkes Eglisau-Glattfelden zu finden. Dieser Steg in Rheinsfelden liegt ähnlich idyllisch wie der Bootsplatz im Eglisauer Weiler Tössriederen. An beiden Orten und auch an anderen Plätzen in Eglisau schlugen in den letzten Jahren Motorendiebe zu – in Rheinsfelden erst kürzlich wieder. Wie die Kantonspolizei bestätigt, gingen für den Zeitraum vom 30. August bis zum 28. September fünf Anzeigen ein.

Vermutlich wurden die Bootsmotoren in der Nacht vom 27. auf den 28. September gestohlen, jedoch lässt sich nicht klar sagen, ob der Diebstahl in nur einer Nacht erfolgt ist. Denn manche betroffene Bootsbesitzer hielten sich seit Ende August nicht mehr am Steg auf. Laut der Kapo fehlt ein Hinweis auf die Täterschaft. Auch ist der Tathergang unklar. In der Regel werden solche Motoren nach Osteuropa geschmuggelt.

200 Kilo waren zu schwer

Kurt Waeckerling hat seit 30 Jahren einen Bootsplatz in Rheinsfelden. Er war beim aktuellen Fall nicht selber betroffen. Jedoch haben in den letzten fünf Jahren Diebe zweimal seinen Motor gestohlen – einmal einen brandneuen. «Ich hatte Angst, dass es mich wieder getroffen hat, als ich vom Diebstahl gehört habe», sagt Waeckerling. Sein Schiff hatten die Täter jedoch nicht angerührt, wie er erleichtert festgestellt hat.

Er hat sich nach dem zweiten Diebstahl ein grösseres Schiff mit einem entsprechend grösseren und schwereren Motor gekauft. «Mir war der ständige Diebstahl ein Dorn im Auge.» Während sich die 40 bis 60 Kilogramm schweren kleineren Motoren ohne Probleme transportieren lassen, war den Dieben Waeckerlings 200- Kilo-Motor wohl zu schwer.

Laut dem Zweidler haben sich in den vergangenen fünf bis sieben Jahren mehrere Diebstähle an dieser Stelle ereignet. Etwa 15 Aussenbordmotoren seien insgesamt entwendet worden. «Mir ist aufgefallen, dass die Diebe immer bei Vollmond zugeschlagen haben.» Der helle Mond ersetze ­Taschenlampen, die Anwohnern auffallen könnten, vermutet er.

Ob die Täter wie vermutlich in Tössriederen mit einem Lieferwagen unterwegs waren, in den sie das Diebesgut geladen haben, oder von der anderen Rheinseite her kamen, lässt sich laut Waeckerling schwer beantworten. «Die deutsche Seite ist sehr nah, es wäre also auch gut möglich, dass die Täter von jenem Ufer aus mit dem Boot kamen.»

Wie ein Augenschein vor Ort zeigt, wäre es auch mit einem Lieferwagen ein leichtes Spiel gewesen, über die alte Rheinsfelderstrasse bis an den Bootssteg zu gelangen. Der Steg ist leicht zugänglich, an beiden Enden sind kurze Treppen vorhanden.

Schlösser in Eglisau

Nachdem sich die Diebstähle auch in Eglisau gehäuft hatten, suchte Werftbetreiber Rolf Wirth nach Möglichkeiten, um die Motoren besser zu sichern. Zunächst montierte er zusätzliche Schrauben. Mittlerweile empfiehlt er seinen Kunden Stahlschlösser. 50 von ihnen haben diese anbringen lassen. «Wir hoffen, dass diese abschreckend wirken auf die Täter», sagt Wirth. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 05.11.2015, 20:15 Uhr

Eschensterben und Rückgang des Fischbestandes

Am «Runden Tisch Rhein» vom vergangenen Mittwochabend warnte Förster Gebhard Tanner vor der Eschenwelke. «Im nächsten Jahr wird sich die Si­tua­tion im Uferbereich noch verschlimmern», sagte Tanner und mahnte zur Vorsicht vor Bäumen, die umzufallen drohen wegen der Pilzkrankheit. An den Bootsplätzen fälle er die kranken Bäume, jedoch soll man aufpassen, wenn man sein Boot an anderer Stelle parkiert. Erfreulich fand Tanner, dass er beim Tauchen einen Haufen Fische gesehen hat. Diese seien oft in Schwärmen unterwegs gewesen. Eine Schwarmbildung heisse nicht, dass der Fischbestand zugenommen habe, sagte hingegen Fischereiaufseher Edi Oswald. Er wies auf einen «dramatischen Fischrückgang bei den Trüschen, Barben und Aalen hin». «Die Sommer werden immer wärmer, die Wassertemperaturen steigen. Dies ist ein brutaler Stress für die Tierarten im Wasser», sagte Oswald. So stellten manche Fische ab einer Wassertemperatur von 23 bis 24 Grad die Nahrungsaufnahme ein. Auch führe die Gewässernutzung durch den Menschen zu Stress bei den ­Fischen: «Fische haben ein ­extrem gutes Gehör, wie ein Deutscher Schäferhund.» Sie nehmen laut Oswald den Lärm eines Motorbootes als sehr ­lauten Pfeifton wahr.

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