Opfikon

Brettern über den Glattpark-See

Im Frühsommer 2018 soll der See im Glattpark den Wakeboardern gehören. Eine Eventfirma stellt während 50 Tagen einen mobilen Wasserskilift für die Funsportler auf. Voraussetzung ist aber, dass das nötige Geld zusammenkommt.

Wakeboarder brauchen vor allem Muskelkraft in den Armen.

Wakeboarder brauchen vor allem Muskelkraft in den Armen. Bild: zvg

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Wakeboarder aus der Region brauchen im Sommer nicht mehr ins Bündnerland zu fahren, um ihrer Passion nachzugehen: Vom 5. Mai bis 23. Juni 2018 soll der See im Glattpark zur Arena für Funsportler werden. Die Eventfirma cablepark GmbH, die in den letzten zwei Jahren Anlagen auf dem See von Davos gebaut hat, will in Opfion einen temporären Wasserskilift aufstellen. Egal, ob Anfänger oder Profi – versprochen wird den mutigen Frauen und Männern (und Kindern), die sich auf dem Brett über den See ziehen lassen, ein einzigartiges Erlebnis.

Impressionen der «WakeWeeks» in Davos (Quelle: Youtube)

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h ist die Route auf dem See mehr oder weniger frei wählbar; je nach Fähigkeiten und Wagemut kann man sich einen Weg über Hindernisse bahnen – oder eben daran vorbei navigieren.«Ungeübte werden auch noch drei Tage nach dem Wakeboarden die Arme spüren», sagt Yves Bertschinger, Mediensprecher von Cablepark GmbH, der Or­ganisatorin der Wakeweeks. Das Sich-ziehen-Lassen brauche vor allem starke Arme – Vorkenntnisse im Wakeboarden hingegen seien nicht nötig, um die Anlage zu nutzen. «Snowboarden ist schwieriger», sagt Bertschinger.

130 Franken pro Stunde

Ideal sei es, wenn eine Gruppe von vier bis sechs Personen die Anlage für eine Stunde miete. Kostenpunkt: rund 130 Franken. Gesamthaft, nicht pro Person. Dazu kommen nochmals 15 Franken für die Miete von Neopren­anzug, Schwimmweste, Helm und Wakeboard – pro Person. Auch für die Sicherheit sei gesorgt, verspricht Bertschinger. «Es ist jeweils nur ein Fahrer auf dem Wasser.» Ein sogenannter Operator, selber leidenschaft­licher Wakeboarder, betreut die Sportler während der ganzen ­gebuchten Session.

Auch die Anwohner bräuchten sich keine Sorgen zu machen – nicht in Bezug auf Sicherheit, sondern was mögliche Lärmimmissionen betreffe. Der elektrische Antrieb des Lifts sei äusserst geräuscharm. Das Jauchzen und Johlen der Wakeboarder hinge-gen dürfte hörbar sein. Es könnte aber im Idealfall eher animieren denn stören.

Finanzierung nicht gesichert

Noch dürfen sich die Wakeboarder in der Region aber nicht definitiv freuen: Dieses Funsport-Erlebnis im Glattpark könnte scheitern, weil die Betreiber das benötigte Geld bis jetzt nicht zusammenhaben. Das Problem ist, dass der See im Glattpark einen Ponton für einen ­Trägermasten nötig macht. Der Masten kann aufgrund seines ­Gewichts nicht direkt auf die ­Seeabdichtung gestellt werden, da diese aus einer dicken, lehmigen Bodenschicht besteht. Diese Tatsache steigert die Infrastrukturkosten erheblich.

Soll zum Mekka für Wakeboarder werden: Der See im Glattpark (Bild: zvg).

Nun suchen die Organisatoren nach einem Hauptsponsor. «Wir brauchen 60 000 Franken», sagt Bertschinger. Er habe mit dem umliegenden Gewerbe Gespräche geführt. Ebenso mit den üblich infrage kommenden grossen Firmen aus dem Umfeld von Banken und Versicherungen. «Das Finden eines Hauptsponsors ­gestaltet sich schwieriger als gedacht», räumt Bertschinger ein. Offenbar sei vielen potenten Geldgebern der Event zu klein, vermutet er. «Ich bin aber davon überzeugt, dass wir es schaffen werden und der Event wie geplant stattfinden kann.» Bis Ende Januar suche sein Team weiter – falls bis dann keine Geldgeber ­gefunden würden, müsse die ­Lage neu eingeschätzt werden.

Übrigens: Die Stadt Opfikon unterstützt die Realisierung und die weitere Belebung des Glattparks, wie Roland Stadler, Leiter von Bau und Infrastruktur, sagt: «Es ist faszinierend, dass im Jubiläumsjahr 50 Jahre Stadt Opfikon solch eine Attraktion stattfinden wird.» Er freue sich, mit dem Veranstalter im Glattpark-See Wellen zu schlagen.

Erstellt: 27.12.2017, 16:41 Uhr

Diese Anlage soll im Frühsommer im Glattpark installiert werden. (Bild: zvg)

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