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Zeichen für Bundesasylzentrum in Rümlang verdichten sich

Aus einer Militäranlage in Rümlang könnte ein Bundesasylzentrum werden. Dies geht aus einer Einladung hervor, die für nächsten Dienstag hohe Gastreferenten seitens Bund und Kanton in Rümlang ankündigt.

Die Rümlanger Militäranlage Haselbach wird aktuell vom Militär genutzt und präsentiert sich zuweilen wie ein Hochsicherheitstrakt.
Die Rümlanger Militäranlage Haselbach wird aktuell vom Militär genutzt und präsentiert sich zuweilen wie ein Hochsicherheitstrakt.
Francisco Carrascosa

Am Freitag haben die Rümlanger ein Flugblatt in ihren Briefkästen gefunden. Absender ist der Rümlanger Gemeinderat, der die Dorfbevölkerung zu einer Informationsveranstaltung einlädt (Dienstag 28. März, 19:30 Uhr, Gemeindesaal bei Schulhaus Worbiger). Thema soll die «zukünftige Entwicklung und Nutzung der militärischen Anlage Haselbach» sein. Was so manchem Rümlanger ins Auge stechen dürfte, ist die Liste der Referenten.

Nebst Gemeindepräsident Thomas Hardegger (SP) und Sozialvorsteherin Rosita Buchli (SVP) werden auch Regierungsrat Mario Fehr (SP) sowie Barbara Büschi und Urs von Däniken angekündigt. Letztere beide sind vom Staatssekretariat für Migration in Bern – Büschi ist stellvertretende Direktorin und von Däniken ist Chef Stabsbereich Bundeszentren. Die Vermutung liegt somit nahe, dass aus der alten Militärunterkunft, etwa einen Kilometer oberhalb des Dorfes in einem Wald gelegen, ein neues Bundesasylzentrum wird. Bislang nutzen Einheiten zur Führungsunterstützung der Armee die gut gesicherte Anlage.

Gemeindepräsident Hardegger liess sich gestern auf Anfrage des «ZU» noch nichts zu einem möglichen Bundesasylzentrum in seiner Gemeinde entlocken. Man habe entschieden, dass alles, was es zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen gebe, gemeinsam mit allen beteiligten Stellen, zuerst der Bevölkerung vorgestellt werde. Auch Mario Fehr, kantonaler Sicherheitsdirektor, wollte gestern gegenüber dem «ZU» noch keine Stellung nehmen, er verweist ebenfalls auf den Infoanlass vom kommenden Dienstag vor Ort in Rümlang.

Mario Fehr war 2013 dagegen

Die Militäranlage Haselbach steht diesbezüglich übrigens nicht das erste Mal im Fokus. Bereits im April 2013 wurde publik, dass die Anlage als möglicher Standort für ein Bundesasylzentrum im Gespräch sei. Damals hatte der frühere Nachrichtendienstchef Urs von Däniken die Anlage gemäss Recherchen der «Sonntagszeitung» einer Asylkommission als Standort vorgeschlagen. Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr war aber vor vier Jahren ganz und gar nicht angetan von diesem Vorschlag aus Bern. Danach hörte man bis dato nichts mehr.

Im Kanton Zürich sollen im Rahmen der Neustrukturierung des Schweizer Asylsystems insgesamt 870 Plätze in Bundeszentren entstehen. Nebst den bestehenden beiden Zentren in Zürich und Embrach fehlen im Kanton noch rund 150 Plätze.

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