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Übernahme geplantBurckhardt Compression will Shenyang Yuanda Compressor ganz übernehmen

60 Prozent des Konkurrenten hat die Winterthurer Firma bereits im März 2016 übernommen, nun sollen die restlichen 40 Prozent folgen. Die Burckhardt hat dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Burckhardt Compression investiert in China, damit will man die führende Position auch dort stärken.
Burckhardt Compression investiert in China, damit will man die führende Position auch dort stärken.
Foto: mad

In trockenen Tüchern ist noch nichts, doch zumindest eine Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Das schreibt die Burckhardt Compression am frühen Montagmorgen. Die Winterthurer Firma will die restlichen Anteile an der Shenyang Yuanda Compressor in China übernehmen. Seit März 2016 gehören bereits 60 Prozent davon Burckhardt, und seit Mai 2020 hat der Schweizer Grosskonzern die Möglichkeit, die restlichen Anteile zu übernehmen. Nun soll diese sogenannte Put-Option per November 2020 gezogen werden.

Mit dieser Übernahme will Burckhardt ihren Einfluss auf dem chinesischen Markt weiter erhöhen, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem erhält Burckhardt dadurch «einen direkten Zugang zu einer gut etablierten, lokalen Zuliefererkette».

Die Shenyang Yuanda Compressor beschäftigt laut Burckhardt rund 650 Mitarbeitende und erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 100 Millionen Franken.

Neues Werk bezahlt vom Staat

Mit der Firmenübernahme übernimmt Burckhardt auch gerade ein neues Werk in Shenyang. Das neue Werk umfasst 86’000 m² Produktionsfläche und ersetzt die alten Werke, die laut Burckhardt mitten in der Grossstadt Shenyang liegen. Shenyang liegt im Nordosten von China und hat etwas mehr als 4,5 Millionen Stadtbewohner, in der Metropolregion leben über 7 Millionen Menschen. Die alten Areale wurden an die chinesische Regierung zurückgegeben, dafür zahlt China sowohl das neue Werk wie auch die Umzugskosten.

Trotz der anhaltenden Pandemie schaut Burckhardt zuversichtlich in die Zukunft. Man erwarte eine stabile Gewinnmarge und einen Umsatz von über 650 Millionen Franken, heisst es in der Medienmitteilung abschliessend.