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«Zirkus muss man mit Herzblut und Fanatismus machen»

Am Donnerstag startet der Circus Knie in seine diesjährige Tournee unter dem Motto «Formidable». Direktor Fredy Knie junior spricht im Interview über seine Erlebnisse in der Manege, die Geschichte des National-Zirkus und das neue Programm.

Fredy Knie junior steht seit 67 Jahren in der Manege. Dieses Jahr tritt er allerdings nicht auf, sondern lässt den Jungen den Vortritt.
Fredy Knie junior steht seit 67 Jahren in der Manege. Dieses Jahr tritt er allerdings nicht auf, sondern lässt den Jungen den Vortritt.
Manuela Matt

Am Donnerstag feiert der Circus Knie die Premiere der diesjährigen Tournee. Die wievielte Tournee ist es für Sie?Fredy Knie junior: Zum ersten Mal in der Manege stand ich als Vierjähriger, also vor 67 Jahren. Aber eigentlich ist es meine 71. Tournee – weil ich seit Geburt mit dabei bin.

Verspürt man nach so vielen Jahren in der Manege noch Lampenfieber, oder sind die Auftritte zur Routine geworden?Lampenfieber darf man nicht haben, wenn man mit Tieren arbeitet, da sich dies überträgt. Rou­tine ist es auch nicht, und Rou­tine darf es nie werden. Wenn bei einem solch kreativen Beruf etwas zur Routine wird, ist es nicht mehr gut. Auch wenn wir pro Jahr rund 320 Vorstellungen haben, ist es jedes Mal eine Herausforderung. Man weiss vor der Vorstellung nie, wie es herauskommt. Aber wir stehen zu dem, was wir machen. Ich glaube, das ist das Rezept, weshalb die Leute gerne in den Zirkus kommen: Es ist live, es wird nichts geschnitten, es kann etwas schiefgehen. Es gibt Leute, die kommen an mehrere Vorstellungen und sagen, dass sie jedes Mal etwas anderes sehen.

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