Zum Hauptinhalt springen

Coronavirus weltweit +++ Über 6 Millionen Infizierte weltweit +++ Spanien will umstrittenen Notstand verlängern

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hat neue Daten zur Verbreitung von Covid-19 veröffentlicht. Internationale News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit haben sich mehr als 6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Rund 328'000 Menschen sind bislang daran gestorben. Am stärksten betroffen von der Pandemie sind die USA.
  • Zahlreiche Länder lockern mittlerweile ihre Einschränkungen oder Ausgangsbeschränkungen wieder.
  • Ein Impfstoff gegen den Erreger ist noch nicht in Sicht.

Hier sehen Sie, wie die Massnahmen in der Schweiz wirken: Der Ausbruch im Vergleich mit anderen Ländern.

LIVE TICKER

US-Wissenschaftler: Mehr als 6 Millionen Infizierte weltweit

Mehr als sechs Millionen Menschen weltweit haben sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das ging aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Weltweit gestorben sind demnach bisher knapp 370'000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. Die meisten Infizierten (knapp 1,8 Millionen) und Todesfälle (über 100'000) in der Corona-Pandemie verzeichneten zuletzt die USA. Brasilien hat in absoluten Zahlen die zweitmeisten Infizierten (498'440), Russland kommt auf Platz drei (396'575).

Die zweithöchste Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus meldete zuletzt Grossbritannien (38'458), an dritter Stelle steht Italien (33'340).

Die Webseite der Forscher der Johns-Hopkins-Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität zuletzt allerdings auch wieder nach unten korrigiert.

Spanien will umstrittenen Notstand bis 20. Juni verlängern

Im Corona-Hotspot Spanien will die linke Regierung den umstrittenen Notstand zur Eindämmung der Pandemie bis zum 20. Juni verlängern. Er wolle beim Parlament eine letzte Verlängerung des sogenannten Alarmzustands beantragen, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag. Man habe «fast alles geschafft», was man sich vorgenommen habe. «Aber jetzt benötigen wir diese letzte Verlängerung, um die Arbeit zu Ende zu bringen», erklärte der Sozialist. Es werde eine «abgeschwächte Form» des Notstands sein.

Über den Antrag der Regierung wird das Parlament am Mittwoch debattieren und abstimmen. Nur im Rahmen der bereits seit dem 15. März geltenden dritthöchsten Notstandsstufe darf die Regierung in Madrid die Rechte der Bürger im ganzen Land stark einschränken. Es gelten zum Beispiel weiterhin strenge Ausgehbeschränkungen, die erst seit wenigen Wochen langsam gelockert werden.

Pedro Sánchez spricht von einer letzten Verlängerung des Notstands.
Pedro Sánchez spricht von einer letzten Verlängerung des Notstands.
Foto: Keystone

Sánchez sicherte am Sonntag den Regionalpräsidenten bei einer Videokonferenz zu, dass in der «Phase 3», der letzten Etappe des Exitplans, die Regionen viele Kompetenzen zurückerlangen werden. Etwa die Hälfte des Landes befand sich am Wochenende in «Phase 2» der Lockerungen, die restlichen Regionen – darunter Madrid und Barcelona als Epizentren der Pandemie in Spanien – waren derweil noch in «Phase 1». Den Plänen zufolge werden die Spanier erst Ende Juni nach Abschluss der «Phase 3» ihre Provinz verlassen dürfen. Im Juli sollen dann die Grenzen für Touristen geöffnet werden. Die strenge Anti-Corona-Politik der linken Regierung löst in Spanien immer mehr Kritik aus. Es gab mehrere Protestkundgebungen.

Pariser Cafés öffnen wieder – mit Tischen auf der Strasse

Aufatmen im Land des guten Essens: Von diesem Dienstag an dürfen Cafés und Restaurants in Frankreich nach einer zweieinhalbmonatigen Zwangspause wieder Gäste bewirten. Die Regierung hatte die Lockerung der coronabedingten Beschränkungen in der vergangenen Woche angekündigt. In Paris hält sich die Freude der Gastwirte allerdings in Grenzen – denn in der schwerer von der Covid-19-Epidemie getroffenen Hauptstadtregion darf nur auf Aussenterrassen der Lokale getrunken und gegessen werden.

Die um ihre Wiederwahl kämpfende Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo kündigte am Wochenende bereits an, dass Lokale mehr Platz als üblich auf der Strasse einnehmen können, falls sie Sicherheitsbestimmungen und andere Regeln einhalten.

Schweden verzeichnet ersten Tag ohne Corona-Tote seit März

Erstmals seit März hat es in Schweden innerhalb von 24 Stunden keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt starben in dem skandinavischen Land nach amtlichen Angaben seit dem 11. März annähernd 4400 Menschen. Etwa 37 500 Menschen haben sich infiziert.

Anders als in vielen anderen Ländern hat Schweden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden lediglich gebeten, Abstand zu halten und sich immer wieder die Hände zu waschen.

Trump will G7-Gipfel jetzt doch auf September schieben

Nach der Absage von Kanzlerin Angela Merkel für ein Treffen im Juni will US-Präsident Donald Trump den G7-Gipfel in den USA auf September verschieben und das Treffen unter anderem um Russland erweitern. Er habe nicht das Gefühl, dass die «sehr veraltete Gruppe» der sieben grossen Industriestaaten das Geschehen auf der Welt richtig abbilde, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) nach Angaben mitreisender Journalisten auf dem Flug von Cape Canaveral nach Washington. Er wolle Russland, Südkorea, Australien und Indien zu dem Treffen einladen, das vorzugsweise im September stattfinden solle. Dies stiess international zunächst auf verhaltene Reaktionen, insbesondere in Moskau.

Trump ist in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels. Ursprünglich war das Treffen für den 10. bis 12. Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David geplant gewesen. Im März hatte die US-Regierung den Gipfel wegen der Corona-Pandemie abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt. Kürzlich hatte Trump sich dann doch wieder dafür ausgesprochen, das Treffen bald persönlich stattfinden zu lassen – als Zeichen der Erholung in der Corona-Krise. US-Regierungsvertreter hatten als Termin zuletzt Ende Juni genannt. Merkel hatte jedoch am Samstag deutlich gemacht, dass sie wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht für einen G7-Gipfel in die USA reisen würde.

Schiefer Turm von Pisa wieder geöffnet – «Zeichen der Hoffnung»

Nach und nach öffnen in Italien wieder die wichtigen Wahrzeichen: In der Toskana durften Besucher nach fast drei Monaten Corona-Sperre wieder den Schiefen Turm von Pisa besichtigen. «Es ist ein wichtiger Tag, weil wir mit der Wiedereröffnung der Gegend beim Neustart helfen», zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Vorsitzenden des Verwaltungsamtes Primaziale Pisana, Pierfrancesco Pacini. Bei einem Flashmob gedachten zahlreiche Menschen an die Corona-Opfer und warben gleichzeitig für Besucher. Die Touristenströme seien «gleich Null», sagte Pacini. Wichtig sei aber ein «Zeichen des Vertrauens und der Hoffnung».

Am Montag öffnen in Rom wieder das Kolosseum und die Vatikanischen Museen. In Florenz folgen auch die Uffizien und die Galleria dell'Accademia mit Michelangelos David-Statue.

Der Schiefe Turm von Pisa hat wieder geöffnet.
Der Schiefe Turm von Pisa hat wieder geöffnet.
Foto: Keystone
Russland überschreitet Marke von 400'000

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten grösseren Lockerungen auf über 400'000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405 843, darunter nach offiziellen Angaben 4693 Todesfälle. Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine grössere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau – Europas grösster Stadt – wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang.

Mund- und Nasenschutz sind dann nicht mehr nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Pflicht, sondern auch auf der Strasse. In der russischen Hauptstadt werden erstmals wieder Geschäfte und Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe wie Reparaturwerkstätten und Reinigungen unter strengen Hygienevorschriften geöffnet. Dadurch können 300'000 Menschen wieder zur Arbeit. Friseure und Gaststätten bleiben geschlossen.

Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln sind weiter nur mit einem von der Stadt ausgegebenen elektronischen Passierschein erlaubt. Zudem ist das Tragen von Handschuhen vorgeschrieben. Auch in vielen anderen Teilen Russlands sind massive Lockerungen geplant.

Infektionsfall unter deutschen Passagieren bei Rückflug nach China

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus, wie die städtische Gesundheitskommission am Sonntag berichtete. Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden.

Der Flug war die erste Rückholaktion für in China tätige Manager, Techniker und andere Vertretern der deutschen Wirtschaft sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord. Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Den Rückflug mit einer Lufthansa-Chartermaschine hatte die deutsche Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden organisiert.

Ein Grossteil der Passagiere war nach Ankunft am Samstag ohnehin für 14 Tage zur Quarantäne in einem Hotel in Tianjin untergebracht worden. Je nach Zielort in China, für die lockerere Bestimmungen herrschen, konnten einige allerdings direkt weiterreisen. Am Mittwoch ist ein weiterer Flug nach Shanghai geplant. Rund 2000 bis 2500 Personen hatten bei einer Umfrage der Handelskammer ihr Interesse bekundet, wieder nach China zurückzukehren.

Bolsonaro ignoriert Massnahmen

Inmitten der grassierenden Corona-Pandemie in Brasilien hat der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro erneut die empfohlenen Schutzmassnahmen missachtet. Bei einem Imbiss-Besuch in der Ortschaft Abadiânia südwestlich der Hauptstadt Brasilia umarmte er seine Anhänger und machte Fotos mit ihnen, wie das Nachrichtenportal G1 am Samstag berichtete. Dabei trug er keinen Mundschutz. Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine «leichte Grippe» und lehnt Schutzmassnahmen ab.

Der Besuch des Staatschefs habe eine grosse Menschenansammlung ausgelöst, sagte eine Mitarbeiterin der Cafeteria. Ihren Angaben nach verlangt der Imbiss von seinen Kunden, dass sie Mundschutz tragen und den Mindestabstand einhalten, wie es im Bundesstaat Goiás vorgeschrieben ist.

Brasilien hat sich in den vergangenen Tagen zum neuen Schwerpunkt der weltweiten Corona-Pandemie entwickelt. Insgesamt haben sich dort bislang 465 166 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 27 878 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 bereits gestorben.

Präsident Jair Bolsonaro während einer Demonstration in Brasilia vor einer Woche.
Präsident Jair Bolsonaro während einer Demonstration in Brasilia vor einer Woche.
EPA/Joédson Alves
Wieder etwas mehr neue Virus-Tote in Italien

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien hat sich wieder leicht erhöht. Die Zivilschutzbehörde teilte mit, zuletzt seien 111 Menschen an Covid-19 gestorben, nach 87 am Vortag. Insgesamt seien damit bislang 33.340 Personen den Virus-Folgen erlegen. Das ist – gemessen an den Angaben der jeweiligen Behörden – die dritthöchste Zahl weltweit hinter den USA und Grossbritannien. Die Zahl der Infizierten stieg zuletzt um 416 nach 516 am Vortag und liegt nun bei 232.664.

Vatikan bietet Sommercamp für Kinder an

Poolparty in den Vatikanischen Gärten und Pingpong in päpstlicher Audienzhalle: Kinder können sich in der Corona-Krise im Sommer auch im Vatikan austoben. Dazu organisiert der Kirchenstaat für den Nachwuchs von Vatikanangestellten im Juli erstmals ein Summercamp. Das Angebot sei für Eltern, die in den Monaten des Lockdowns mit den langen Schulschliessungen besonders gefordert gewesen seien, berichtete die vatikanische Medienplattform Vaticannews. Auch «geistliche Unterweisung» werde bei dem Camp mit dem Motto «Glück und Seligpreisungen» eine Rolle spielen. Auf dem Heliport des Vatikans sollen zudem Mannschaftsspiele stattfinden, alles nach den gebotenen Corona-Abstandsregeln.

Die bisherigen Päpste verbrachten die heissen Monate immer in der Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom. Franziskus allerdings bleibt im Vatikan und hat die Residenz zum Museum umfunktionieren lassen. Die Vatikanischen Gärten liegen hinter hohen Mauern und sind für Touristen nur mit speziellen Buchungen zugänglich.

Kinder sollen sich im Kirchenstaat austoben können.
Kinder sollen sich im Kirchenstaat austoben können.
Fabio Frustaci/Keystone
Experten warnen: Lockerungen in England zu früh

Britische Wissenschaftler haben vor den Folgen der für kommende Woche geplanten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England gewarnt. Befürchtet wird, dass es zu einer zweiten Infektionswelle in der Coronavirus-Pandemie kommen könnte.

Mit geschätzt etwa 8000 Neuinfektionen pro Tag habe der grösste britische Landesteil im internationalen Vergleich noch immer sehr hohe Fallzahlen, sagte John Edmunds, ein Experte für die Berechnung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten an der London School of Hygiene and Tropical Medicine dem «Guardian» zufolge.

Dem schloss sich auch der Direktor des Wellcome Trust, Jeremy Farrar, an. «Covid-19 breitet sich zu schnell aus, um den Lockdown in England aufzuheben», schrieb er am späten Freitagabend auf Twitter. Zuerst müsse ein funktionierendes System zur Testung und Kontaktverfolgung vorhanden sein und die Infektionszahlen geringer sein, so Farrar.

Banner mit der Aufschrift «Danke» in den Farben des National Health Service (NHS) hängen über der fast menschenleeren Oxford Street in London.
Banner mit der Aufschrift «Danke» in den Farben des National Health Service (NHS) hängen über der fast menschenleeren Oxford Street in London.
Foto: David Cliff/Nur-Photo/Getty Images

Premierminister Boris Johnson hatte erst am Donnerstag angekündigt, die Kontaktbeschränkungen in England weiter zu lockern. Demnach sollen von kommender Woche an wieder Treffen von bis zu sechs Personen in privaten Gärten und Parks möglich sein, solange der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Bislang waren nur Treffen von zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten möglich.

Auch Läden mit Verkaufsfläche im Freien sollen wieder öffnen dürfen. Zudem werden auch teilweise die Schulen wieder für eine grössere Zahl von Kindern geöffnet. Ähnliche Regeln sollen auch in den anderen Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland gelten.

Grossbritannien hat offiziellen Statistiken zufolge die höchste Zahl an Todesfällen in Europa. Bis Freitag starben dort mehr als 38 000 Menschen, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Johnson hatte bis Anfang Juni ein «Weltklasse-System» an Tests und Kontaktverfolgungen versprochen. Die Regierung stellte dafür 25 000 Mitarbeiter ein. Doch Berichten zufolge läuft es nur schleppend an, beispielsweise wird über Software-Probleme geklagt.

Italiener erhalten Reisefreiheit zurück

Italien bereitet sich auf weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie vor. Ab Mittwoch dürfen die Italiener wieder frei von einer Region in eine andere reisen.

Es gebe derzeit keine Gründe, warum ein Verbot weiter aufrecht erhalten werden sollte, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einem Treffen unter anderem mit Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Freitagabend. «Die Daten der Beobachtung der Fallzahlen sind ermutigend. Die bedeutenden Opfer während des Lockwdowns haben diese Ergebnisse gebracht.» Ab 3. Juni dürfen auch EU-Bürger wieder nach Italien, ohne danach in Quarantäne zu müssen.

Dieses Bild gehört bald der Vergangenheit an: Italienische Polizeibeamte steuern eine Drohne zur Überwachung der Ausgangssperre in der Stad Brescia.
Dieses Bild gehört bald der Vergangenheit an: Italienische Polizeibeamte steuern eine Drohne zur Überwachung der Ausgangssperre in der Stad Brescia.
Foto: Getty Images

Seit fast drei Monaten waren Reisen innerhalb Italiens nur in notwendigen Fällen erlaubt. Das Land wurde von Covid-19 besonders hart getroffen. Mehr als 33'000 Menschen sind nach offiziellen Angaben gestorben, die Dunkelziffer könnte aber weitaus höher sein. Die Fallzahlen sinken seit langem. Das oberste Gesundheitsinstitut ISS erklärte, es gebe keine «kritischen Situationen» mehr mit Blick auf die Epidemie.

Die Regierung steht unter enormen Druck, das Land wieder zu öffnen, da gravierende wirtschaftliche und soziale Folgen des harten Lockdowns befürchtet werden. Ausserdem wirbt Italien wieder um Touristen, da der Tourismus einen bedeutenden Teil zur Wirtschaftskraft beiträgt.

Corona-Pandemie wütet in Lateinamerika

Nach Asien, Europa und den USA hat die Corona-Pandemie nun Lateinamerika mit voller Kraft erwischt. In der Region trifft das Virus auf unterfinanzierte Gesundheitssysteme, Millionen Arme ohne soziale Absicherung und eine generelle Skepsis gegenüber staatlichen Anordnungen.

Die Regierungen reagieren ganz unterschiedlich auf den unsichtbaren Feind: Die einen setzen ihr ganzes Land unter Quarantäne, die anderen machen einfach so weiter wie bisher. Ein Blick auf das Infektionsgeschehen zwischen dem Rio Grande und Feuerland.

Satellitenbild von Südamerika.
Satellitenbild von Südamerika.
Foto: Planet Observer/Universal Images Group/Getty Images

Brasilien

Das grösste und bevölkerungsreichste Land der Region ist der neue Hotspot der weltweitweiten Corona-Pandemie. Fast eine halbe Million Menschen hat sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, über 26'000 Patienten sind bereits gestorben. Der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro hingegen tut das Virus als «leichte Grippe» ab und will so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren. Minister, die Bedenken äussern, werden gefeuert. Gouverneure, die auf eigene Faust Schutzmassnahmen anordnen, beschimpft der Ex-Militär als «Haufen Mist».

Während im Ausland Unverständnis und Entsetzen über Bolsonaros Corona-Politik herrscht, könnte seine Botschaft bei vielen Brasilianern verfangen. Mindestens 40 Prozent haben keinen Arbeitsvertrag, keine soziale Absicherung und keine Rücklagen. «Die Leute haben mehr Angst, vor Hunger zu sterben als vor dem Coronavirus», sagt der Deutsche Bernhard Weber, der in den Favelas von Rio de Janeiro Lebensmittelpakete verteilt. Gut möglich, dass Bolsonaro sogar als politischer Gewinner aus der Krise hervorgeht.

Mexiko

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador konnte mit dem Konzept des Abstandhalten noch nie so recht etwas anfangen. «Man muss sich umarmen, da passiert schon nichts», pflegt der Linkspopulist zu sagen, der bei seinen Auftritten Babys küsst, Grossmütter herzt und Männer umarmt. Nachdem die Infektionszahlen in dem zweitgrössten Land Lateinamerikas immer weiter stiegen, erklärte die Regierung zwar doch den Gesundheitsnotstand und schickte nicht essenzielle Branchen in eine Zwangspause.

Nun befindet sich Mexiko mitten in der heissen Phase der Pandemie – mit mehr als 8000 Toten ist es unter den zehn Ländern mit den meisten Opfern. Trotzdem soll Mexiko ab Beginn kommender Woche schrittweise zu einer «neuen Normalität» zurückkehren. Landesvater López Obrador dürfte das freuen: Gleich am Montag will er zu einer fünftägigen Rundreise durch Mexiko aufbrechen. Bei seinen öffentlichen Auftritten werde er «eine gesunde Distanz» wahren, verspricht er.

Nicaragua

Boxturniere, Festivals, Unterricht in vollen Klassensälen – in dem mittelamerikanischen Land geht das Leben seinen gewohnten Gang, als wäre nie etwas gewesen. Der autoritäre Präsident Daniel Ortega glaubt, das Coronavirus sei «ein Zeichen Gottes», dass die Welt einen falschen Weg eingeschlagen habe. Nach offiziellen Angaben gibt es bislang rund 750 Infizierte und gut drei Dutzend Tote. Menschenrechtler und Aktivisten werfen der sandinistischen Regierung allerdings vor, das wahre Ausmass der Krise zu verschleiern. Berichten zufolge sollen Tote nachts aus den Krankenhäusern geholt und eilig verscharrt werden.

Argentinien

Trotz des wohl härtesten Lockdowns in der Region wird der schlimmste Alptraum der argentinischen Regierung nun Realität: Die Corona-Pandemie hat die Elendsviertel im Speckgürtel rund um Buenos Aires erreicht. In den sogenannten Villas leben ganze Familien auf wenigen Quadratmetern zusammen – an Abstandhalten ist hier nicht zu denken. In nur einer Woche haben sich die Fälle in den Slums verdreifacht. «Unsere Anstrengungen und unsere Arbeit konzentriert sich jetzt ganz auf die Armenviertel», sagte zuletzt Präsident Alberto Fernández.

Seit Mitte März gelten in dem südamerikanischen Land recht strenge Ausgangsbeschränkungen. Mit rund 14'000 Infizierten und 500 Toten hat Argentinien die Pandemie noch recht gut unter Kontrolle. Doch wenn das Virus nun in den Villas herumgeht, könnten die Zahlen schnell in die Höhe schiessen. «Wir haben eine sehr grosse Bevölkerung im Ballungsraum. Wenn sie alle zusammen krank werden, bricht das System zusammen», sagte der Gesundheitsminister der Provinz Buenos Aires, Daniel Gollán.

Chile

Ganz Santiago steht unter Quarantäne – viele Menschen können nicht mehr zur Arbeit. In einigen Vierteln der chilenischen Hauptstadt gehen die Menschen nun auf die Strasse, um Hilfe von der konservativen Regierung einzufordern. Barrikaden brennen, Demonstranten werfen Steine auf die Polizei, die Beamten gehen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Protestierenden vor. Ein Polizist wurde bei den Krawallen angeschossen.

«Die wirtschaftliche Lage besorgt uns sehr. Die Leute beginnen, Hunger zu leiden, und das Gesundheitswesen kollabiert», sagte die Bürgermeisterin der Ortschaft La Pintana, Claudia Pizarro, dem Radiosender Cooperativa. Jetzt will die Regierung Lebensmittelpakete verteilen. Angesichts des Ansturms auf die Krankenhäuser schlagen auch Mediziner Alarm: Fast alle Intensivbetten seien belegt, teilte die Ärztekammer mit und warnte vor einem moralischen Dilemma, sollten Mediziner bald dazu gezwungen sein, zu entscheiden, wer an ein Beatmungsgerät angeschlossen werde und wer nicht. (sda)

Trump kündigt Ende der Zusammenarbeit mit WHO an

Inmitten der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump den Abbruch der Beziehungen seines Landes mit der Weltgesundheitsorganisation WHO verkündet. «Wir werden heute unsere Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation beenden», sagte Trump am Freitag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Die der UN-Sonderorganisation bisher zur Verfügung gestellten US-Finanzmittel würden künftig an andere globale Gesundheitsprojekte gehen. Kritiker warfen Trump vor, in der WHO einen Sündenbock zu suchen, um von eigenen Versäumnissen in der Krise abzulenken.

Unklar ist, ob Trump die Mitgliedschaft der USA bei der WHO sofort und eigenhändig beenden kann. In der Resolution des US-Kongresses aus dem Jahr 1948 zum Beitritt zur WHO hiess es, dass die USA sich das Recht für einen Rückzug vorbehielten – allerdings mit einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist. Voraussetzung ist demnach auch, dass die USA alle ausstehenden Beiträge an die WHO gezahlt haben.

Trump warf der WHO am Freitag erneut vor, unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen, obwohl die USA ein Vielfaches der Mitgliedsbeiträge Chinas bezahlten. Die WHO habe sich notwendigen Reformen verschlossen. Die chinesische Regierung beschuldigte der US-Präsident, die Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben. Das habe zu der Corona-Pandemie geführt, die inzwischen mehr als 100 000 Menschen in den USA das Leben gekostet hat.

Donald Trump während der Medienkonferenz im Weissen Haus.
Donald Trump während der Medienkonferenz im Weissen Haus.
(AP/Keystone/29. Mai 2020)

Bei einem weiteren Auftritt im Weissen Haus am Freitag sagte Trump: «Wir sind sicherlich nicht glücklich darüber, was mit Bezug auf China passiert ist.» Der Regierung in Peking sei es gelungen, die Ausbreitung des Virus im eigenen Land zu stoppen, während der «unsichtbare Feind» sich über die ganze Welt ausgebreitet habe. Er wisse nicht, ob es «Unfähigkeit» gewesen sei oder ob andere Gründe dahinter steckten, dass China das Virus nicht gestoppt habe.

Trump hatte der WHO erst am 18. Mai mit einem Austritt der USA gedroht und der Organisation eine Frist von 30 Tagen für «wesentliche Verbesserungen» gesetzt. Anlässlich der WHO-Jahrestagung hatte er angekündigt, andernfalls werde er die US-Zahlungen an die Organisation endgültig einstellen und die Mitgliedschaft der USA überdenken. Dagegen sprachen die 194 Mitgliedsländer der WHO der Organisation auf der Jahrestagung in Genf ihr Vertrauen aus.

Der US-Präsident hatte bereits im vergangenen Monat ein Einfrieren der US-Zahlungen an die WHO veranlasst und damit international Kritik auf sich gezogen. Er machte die Organisation für die hohe Anzahl der Toten in der Corona-Krise mitverantwortlich und bezeichnete die in Genf ansässige UN-Sonderorganisation als «Marionette» Chinas.

Selbst schwer unter Druck

In der Corona-Krise ist der US-Präsident selbst schwer unter Druck geraten. Der Republikaner hatte die Gefahr des Coronavirus öffentlich lange heruntergespielt. Ein Vorwurf, den er gegen die WHO erhebt, wird auch gegen ihn gerichtet: China Ende Januar noch für die Transparenz im Zusammenhang mit dem Ausbruch gelobt zu haben. In einem Tweet vom 24. Januar hatte Trump geschrieben: «China hat sehr hart daran gearbeitet, das Coronavirus einzudämmen. Die Vereinigten Staaten wissen ihre Anstrengungen und Transparenz zu schätzen.» Inzwischen wirft Trump China einen Mangel an Transparenz vor.

Der demokratische US-Senator Chris Murphy, der dem Gesundheitsausschuss der Parlamentskammer angehört, warf dem Republikaner Trump vor, diesem sei es nie um eine Reform der WHO gegangen. «Das sind alles Lügen gewesen», schrieb Murphy auf Twitter. «Es ging immer um Ablenkung und darum, einen Sündenbock zu finden.» Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus, der Demokrat Eliot Engel, teilte mit, Trump Schritt entspreche dem «Abschalten der Hydranten inmitten eines Brandes». Sein Ausschuss werde das Einfrieren der Beitragszahlungen untersuchen.

Die WHO ist die wichtigste Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich. Ihr Budget speist sich vor allem aus Spenden und nur noch zu weniger als einem Viertel aus verpflichtenden Beiträgen der Mitgliedsstaaten. Die USA sind in diesem Kreis der grösste Zahler: Für die Jahre 2020 und 2021 sind jeweils fast 116 Millionen US-Dollar fällig. Chinas Beitrag liegt für diese beiden Jahre bei jeweils rund 57 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen freiwillige Beiträge, die sich im Fall der USA laut WHO in den Jahren 2018 und 2019 auf insgesamt mehr als 656 Millionen Dollar beliefen. China kam auf mehr als 10 Millionen US-Dollar.

Brasilien meldet mehr Corona-Tote als Spanien

In Brasilien sind 1124 weitere Patienten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Opfer in dem grössten Land Lateinamerikas auf 27'878, wie das brasilianische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Laut der John-Hopkins-Universität in den USA überholte Brasilien damit Spanien und rückte auf den fünften Platz der Länder mit den meisten Corona-Toten. Insgesamt haben sich in Brasilien bislang 465'166 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine «leichte Grippe» und lehnt Schutzmassnahmen ab. Er befürchtet, dass ein Lockdown der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Allerdings haben eine Reihe von Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt und Betriebe geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Keystone
Merkel reist nicht zum G7-Gipfel

Bundeskanzlerin Angela Merkel will nicht zum G7-Gipfel in die USA fliegen. Wegen der Pandemie könne sie nicht ihr persönliches Erscheinen in Washington zusagen, zitiert das Magazin «Politico» Regierungssprecher Steffen Seibert. Trump hält ein Treffen in Washington für ein grossartiges Zeichen für die Überwindung des Corona-bedingten Stillstandes. Merkel hat bereits früher erklärt, auf jeden Fall am G7-Treffen unter US-Vorsitz teilzunehmen, aber die Form offengelassen und auf Videokonferenzen verwiesen.

12 Tonnen Hilfsgüter für Venezuela

Inmitten der grassierenden Corona-Pandemie ist ein Flugzeug mit rund zwölf Tonnen Hilfsgütern in Venezuela eingetroffen. Die von der deutschen Bundesregierung gecharterte Maschine landete am Freitag auf dem Hauptstadtflughafen Maiquetía, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Die Lieferung umfasste unter anderem 127 000 Tabletten zur Wasseraufbereitung, 18 Wassertanks und 40 000 Pakete mit Nahrungsergänzungsmitteln. Seit Beginn der Corona-Krise haben die UN über 100 Tonnen Hilfsgüter in das krisengeschüttelte südamerikanische Land gebracht.

«Die lebensnotwendigen Güter werden die Versorgungslage und den Zugang zu sauberem Wasser für Tausende Familien verbessern», sagte der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in Venezuela, Peter Grohmann. «Ich danke der deutschen Bundesregierung dafür, den Transport dieser wichtigen Lieferung möglich gemacht zu haben.» Auf dem Rückflug sollte die Maschine der Fluggesellschaft Condor zahlreiche europäische Diplomaten mitnehmen.

Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die zuletzt durch die Corona-Pandemie noch einmal verstärkt wurde. In dem einst reichen Land fehlt es an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen.

Ausgangssperre in Türkei

Seit Mitternacht Ortszeit gilt trotz der Lockerung vieler Corona-Beschränkungen in 15 türkischen Städten und Provinzen wieder eine weitgehende Ausgangssperre. Das Innenministerium in Ankara hatte sie am späten Donnerstagabend angekündigt. Solche Ausgehverbote verhängt die Regierung seit Mitte April. Nur eines – über die hohen Bayram-Feiertage im Mai – galt landesweit. Die meisten wurden zunächst für 31 Städte und Provinzen, später nur noch für 24 oder 15 Regionen angesetzt. Betroffen sind auch diesmal wieder Metropolen wie Istanbul und die Hauptstadt Ankara.

Am Samstag soll es noch einige Einkaufsmöglichkeiten geben. Bäckereien, Kliniken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister dürfen übers ganze Wochenende weiterarbeiten.

Nach Ende der Ausgangssperre sollen am Montag zahlreiche Corona-Beschränkungen aufgehoben werden. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Donnerstagabend gesagt, dass dann für bisher nach aussen abgeschottete Grossstädte wie Istanbul wieder Reisefreiheit herrscht. Cafés und Restaurants sowie Schwimmbäder, Sportstudios oder Kindergärten dürfen wieder öffnen. Auch Strände, Parks und Museen sind zugänglich. Gemeinsame Gebete sind in einem Teil der türkischen Moscheen unter strengen Auflagen bereits seit Freitag wieder möglich.

Seit Freitag sind gemeinsame Gebete in einem Teil der türkischen Moscheen unter strengen Auflagen wieder möglich.
Seit Freitag sind gemeinsame Gebete in einem Teil der türkischen Moscheen unter strengen Auflagen wieder möglich.
Keystone

Das Gesundheitsministerium in Ankara meldete am Freitagabend, dass sich bisher rund 162 000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hätten. Rund 4500 Menschen seien gestorben.

New York strebt Lockerungen ab 8. Juni an

In der einwohnerreichsten US-Metropole New York sollen ab dem 8. Juni Corona-Schutzmassnahmen teilweise gelockert werden. Man sei auf Kurs, dass dies gelingen könne, sagt der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaats, Andrew Cuomo. «Eine Wieder-Eröffnung bedeutet aber nicht, dass die Dinge wieder so sein werden, wie sie waren.»

In dieser ersten Phase werde es unter anderem erlaubt, auch nicht unbedingt notwendige Baumassnahmen wieder aufzunehmen. Einzelhandelgeschäfte, die nicht unbedingt benötigte Artikel anbieten, dürfen zudem ihre Waren zur Abholung von der Bordsteinkante anbieten. New York zählt zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Städten in den USA.

(red/sda/reuters)