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Französisches MarkenzeichenDas Baguette könnte Unesco-Kulturerbe werden

Das französische Kulturministerium erwägt, dass das Weissstangenbrot bei der UNO den internationalen Ritterschlag erhält. Aber das Markenzeichen kämpft gegen nationaler Konkurrenz.

Ein Genuss aus Frankreich: Ein Bäcker in Paris zeigt stolz sein Baguette.
Ein Genuss aus Frankreich: Ein Bäcker in Paris zeigt stolz sein Baguette.
Foto: Remy de la Mauvinière (AP/Keystone/Symbolbild)

Das Baguette gehört zu Frankreich wie Rotwein, Camembert und Baskenmütze. Nun erwägt die französische Regierung, das Stangenweissbrot bei der UNO-Kulturorganisation Unesco als immaterielles Kulturerbe anzumelden, wie es am Dienstag aus dem Kulturministerium in Paris hiess. Allerdings sind noch andere Kandidaten im Rennen.

Auch die charakteristischen Zinkdächer von Paris und ein Weinfest in Arbois im Osten Frankreichs seien mögliche Anwärter für die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit, hiess es aus dem Umfeld der französischen Kulturministerin Roselyne Bachelot. Bis Mitte März will sie entscheiden, welcher Kandidat der Unesco vorgeschlagen wird.

Im Jahr 2018 hatten französische Bäckermeister an höchster Stelle für ihr Baguette geworben: Präsident Emmanuel Macron sagte bei einem Treffen mit Innungsvertretern zu, sich für das Weissbrot einzusetzen. Die ganze Welt beneide Frankreich um sein Baguette, sagte er.

AFP/fal

5 Kommentare
    Louis Deluigi

    Aber nicht "le baguette" gehört zu Frankreich wie Rotwein, Camembert und Baskenmütze, sondern "la baguette". Das lässt schon die Endung "ette" vermuten, sonst hiesse dieses Weissstangenbrot "le baguet". Also darum wenigstens als Kulturerbe "die Baguette". Schlimm genug, dass wir "die" und nicht "der" Tour de France sagen.