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Das Ende des Tiefgaragenprojekts macht eine Million für Neues frei

Die nächsten grossen Bauvorhaben können starten: Die Nürensdorfer Stimmberechtigten haben sich klar für zwei Millionenprojekte ausgesprochen. Das Werksgebäude sowie die Birchwiler Dorfstrasse werden neu gestaltet.

Dass die Tiefgarage im Zentrum nicht gebaut werden konnte, scheint in Nürensdorf niemand zu stören.
Dass die Tiefgarage im Zentrum nicht gebaut werden konnte, scheint in Nürensdorf niemand zu stören.
mcp

Die schlechte Nachricht verkündete Gemeindepräsident Christoph Bösel (SVP) zuerst: «Die Tiefgarage im Zentrum können wir nicht bauen.» Das Projekt, wofür die Stimmberechtigten bereits vor vier Jahren rund 1,5 Millionen Franken gesprochen hatten, ist somit vom Tisch. Der Ärger darüber scheint aber bereits verflogen, denn niemand aus dem Plenum mochte sich noch dazu äussern.

Kurzum hat die Gemeinde ihre Idee für eine Tiefgarage unter dem Volg mit 21 Plätzen begraben müssen, da die Pensionskasse der ZKB als betroffene Grundbesitzerin erfolgreich gegen eine Ausfahrt über ihr Nachbargrundstück geklagt hatte. Auch eine alternative Lösung mit den Besitzern der Liegenschaft Post/Volg über eine Ausfahrtsregelung, so wie sie heute liegt, verlief negativ.

Dass das Ende der Tiefgaragenpläne auch etwas Gutes mit sich bringt, erschloss sich den 72 anwesenden Stimmberechtigten (1,9 Prozent) am Mittwochabend nicht sofort. Erst ganz am Schluss der Versammlung, nach der Präsentation des Jahresabschlusses der Gemeinde für das Jahr 2016, hielt einer die Hand auf. «Wo ist denn das Geld für die Tiefgarage geblieben», fragte der aufmerk­same Stimmbürger den Nürensdorfer Finanzvorsteher Daniel Neukomm (FDP). «Da hatten wir eine Vorfinanzierung für eine Million gebildet. Die kann man jetzt auflösen.» Das bedeutet, eine Million Franken ist bereits angespart worden und dieses Geld steht nun für andere Projekte zur Verfügung.

Zwei kostspielige Vorhaben ­haben die Nürensdorfer bereits beschlossen. Klar zugestimmt haben die Stimmberechtigten einem Kredit in der Höhe von rund einer Million Franken für den Umbau und die Erneuerung des Werkhofs, wo sich auch die Feuerwehr drin befindet. Allerdings bleibt deren Teil der Liegenschaft von den Sanierungen weitgehend ausgenommen. Die grössten Anpassungen erfolgen zur Vergrösserung der Einstellhalle für Gemeindefahrzeuge und mit einer Aufstockung über den bestehenden Arbeitsräumen.

Strassenprojekt unbestritten

Insgesamt fast 1,1 Millionen Franken bewilligten die Stimmberechtigten auch für die Sanierung und Umgestaltung der Dorfstrasse in Birchwil. Wie die zuständige Gemeinderätin Yvonne Guggenbühler (SVP) ausführte, wird dabei nicht nur die Strasse zwischen dem Eigental und der Oberwilerstrasse in zwei Etappen umgestaltet, sondern auch ein neuer Meteorwasserkanal zur Ableitung von unverschmutztem Dach- und Strassenabwasser im Untergrund gebaut. Das sei neuerdings so vorgeschrieben, damit die Abwasserreinigungsanlage nicht unnötig belastet werde, sondern dieses sogenannte Meteorwasser eben separat abgeleitet werden kann.

Ein Plus statt eines Minus

Weiter wurden zwei Bauabrechnungen für einen Doppelkindergarten im Ebnet sowie für einen Wasserleitungsersatz diskussionslos bewilligt. Einer neuen Friedhofsverordnung stimmte die Versammlung ebenso deutlich zu wie der Schaffung einer Koordinations- und Fachstelle für die schulpsychologischen Dienste in der Umgebung.

Der Jahresrechnung stimmten die Nürensdorfer letztlich mit dem guten Gefühl zu, dass diese gegen 3 Millionen Franken über dem budgetierten Wert schloss. Statt eines Defizits von 1,5 Millionen resultierte für 2016 vor allem dank viel höheren Steuererträgen ein Überschuss von 1,3 Millionen Franken.

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