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Tieflöhne in WinterthurDas Feilschen um den Mindestlohn beginnt

Sollen in Winterthur alle Arbeitnehmer mindestens 23 Franken pro Stunde verdienen? Das linke Anliegen entzweit die Politik. In Basel-Stadt kam es jetzt zu einem Kompromiss, bei dem sogar Bürgerliche mitziehen.

Hinter der Initiative in Winterthur stehen Gewerkschaften, SP, Grüne, AL und mehrere Hilfswerke. Im Bild: Die Mitarbeiterin eines Reinigungsinstituts putzt Storen in einem Badezimmer.
Hinter der Initiative in Winterthur stehen Gewerkschaften, SP, Grüne, AL und mehrere Hilfswerke. Im Bild: Die Mitarbeiterin eines Reinigungsinstituts putzt Storen in einem Badezimmer.
Foto: Keystone

Die kommunale Initiative «Ein Lohn zum Leben» ist offiziell zustande gekommen, wie die Stadt mitteilt. Die Initiative aus links-grünen Kreisen fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 23 Franken in der Stunde oder 4000 Franken pro Monat auf dem gesamten Winterthurer Stadtgebiet. Nun muss der Stadtrat eine Haltung dazu finden, und wenn auch der Gemeinderat die Idee beraten hat, kommt es wohl noch in diesem Jahr zur Volksabstimmung.

Offen ist, ob es auch wirklich beim Frankenbetrag bleibt, der den Initianten vorschwebt. Aufhorchen lässt ein Entscheid kürzlich in Basel-Stadt. Dort gab es diese Woche einen Kompromiss. Das Volk hat nun die Auswahl zwischen dem von den Linken geforderten Mindestlohn von 23 Franken und einem Gegenvorschlag von 21 Franken – hinter dem Kompromiss stehen mehrere bürgerliche Politiker. Die Angst, dass sonst die «radikale Initiative» durchkommt, war offenbar gross.

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