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Lyrik aus WinterthurDas Geheimnis zwischen den Zeilen

In ihrem Buch «verdichtet» spürt die Germanistin und Theologin Franzisca Pilgram-Frühauf anhand von dreissig Gedichten den grossen Fragen des Lebens nach. Im Interview erklärt sie, wie Lyrik den Zugang zu Spiritualität erleichtern kann und weshalb das gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist.

Franzisca Pilgram-Frühauf hat in einem Band spirituell anregende Gedichte aus verschiedenen Epochen gesammelt.
Franzisca Pilgram-Frühauf hat in einem Band spirituell anregende Gedichte aus verschiedenen Epochen gesammelt.
Foto: Sarah Stutte

Wie ist die Idee zu einem Buch entstanden, das sich poetisch der Spiritualität anzunähern versucht?

Als Fachverantwortliche für Spiritualität & Lebenssinn am Institut Neumünster in Zollikerberg gebe ich immer wieder Kurse zu diesem Thema. Beim Versuch zu erklären, was Spiritualität ist, ringe ich jedoch oft nach Worten. Spiritualität ist für mich ein dynamischer Begriff, der sich mir durch seine Bereitschaft zur Veränderung immer wieder auch entzieht. Statt Definitionen liegen mir jeweils eher Gedichte auf der Zunge. Und so habe ich angefangen, jeden Monat ein Gedicht zu existenziellen Fragen und zur Altersthematik auszuwählen und dazu persönliche Anmerkungen und Interpretationsvorschläge zu schreiben. Mir war dabei wichtig, die Lyrik im Alltag von älteren Menschen sprechen zu lassen, um ihnen Mut und Hoffnung zu geben.

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