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Videokunst in WinterthurDas Kunstmuseum kommt in der Gegenwart an

Die erste Video-Ausstellung in der Geschichte des Kunstmuseums Winterthur ist ein Ereignis, das die Sinne und den Verstand gleichermassen anregt.

Inspiriert von spätmittelalterlichen Vorstellungen von der Hölle: David Claerbout, Wildfire (meditation on fire), 2019–2020. Videoinstallation, 3-D-Animation.
Inspiriert von spätmittelalterlichen Vorstellungen von der Hölle: David Claerbout, Wildfire (meditation on fire), 20192020. Videoinstallation, 3-D-Animation.
Foto: Sammlung Musea Brugge / © 2020 ProLitteris, Zürich

In den 1960er-Jahren begann der Aufstieg der Videokunst. Sechzig Jahre später zeigt das Kunstmuseum Winterthur zum ersten Mal eine eine Videoausstellung. Warum erst jetzt? Weil Konrad Bitterli, seit 2017 Direktor des Museums, eine Nase dafür hat; in St. Gallen, seinem letzten Wirkungsort, machte Bitterli in den 1990er-Jahren die erste Einzelausstellung überhaupt von Pipilotti Rist, die heute zu den weltweit bekanntesten Schweizer Video- und Installationskünstlern zählt. Bitterlis Vorgänger Dieter Schwarz hatte die Videosparte noch der Kunsthalle überlassen. Jetzt zeigt sich, wie gut sich dieses Medium in den Räumen des Erweiterungsbaus macht, wo Bitterli ganze Wände damit bespielt: Man kann richtig in die Bilder eintauchen, und die Raumwirkung ist umwerfend.

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