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Fasel zur Umarmung mit Lukaschenko«Den Moralapostel kann jeder spielen»

Der Präsident des Eishockey-Weltverbands René Fasel äussert sich zur Kritik an seinem Besuch in Minsk. Der Shitstorm habe den Plan zerstört, das Land durch die WM zu versöhnen.

«Man hat gesehen, dass Boykotte im Sport nichts gebracht haben.» René Fasel am IIHF-Hauptsitz in Zürich.
«Man hat gesehen, dass Boykotte im Sport nichts gebracht haben.» René Fasel am IIHF-Hauptsitz in Zürich.
Foto: Gaetan Bally (Keystone)

René Fasel, Ihre Umarmung mit Alexander Lukaschenko ging um die Welt und sorgte für grosse Empörung. Waren Sie sich nicht bewusst, was für ein Zeichen Sie damit setzen?

Lassen Sie mich kurz die Vorgeschichte skizzieren: Es ist üblich, dass wir uns im Vorfeld einer WM mit lokalen Regierungsvertretern treffen. Dass es in diesem Fall viel brisanter sein würde, war uns allen klar. Deshalb bereiteten wir das Meeting mit Präsident Lukaschenko von langer Hand vor. Wir trafen uns in Zürich zweimal mit dem weissrussischen Botschafter, Alexander Ganewitsch. Wir nahmen auch Kontakt auf mit der Opposition und nahmen deren Forderungen in unsere Liste auf. Und dann kam also der Montagmorgen. Lukaschenko und ich kennen uns schon lange, über 20 Jahre, und wir begrüssten uns, wie das in diesen Ländern üblich ist: mit einer Umarmung. Diese Bilder wurden dann so interpretiert, wie man sie interpretieren wollte.

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