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Erwerbsquote von FrauenDer Arbeitsmarkt wird weiblicher

Immer mehr Frauen sind erwerbstätig – nicht nur Teilzeit. Unternehmen, die das Potential ausschöpfen, dürfen auf eine bessere Entwicklung des Aktienkurses hoffen.

Frauen zwischen 25 und Ende 30 bleiben auch in der Familienphase zunehmend erwerbstätig: Zwei Frauen diskutieren vor dem Computer.
Frauen zwischen 25 und Ende 30 bleiben auch in der Familienphase zunehmend erwerbstätig: Zwei Frauen diskutieren vor dem Computer.
Foto: Getty Images

Das Gesicht der Corona-Arbeitslosigkeit trägt sehr weibliche Züge. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Sektoren und Branchen, in denen der Frauenanteil hoch ist – wie die Reisebranche oder das Gaststättengewerbe – überproportional stark von der Krise betroffen sind (lesen Sie, wie der Lockdown den Gender Gap verschärft hat). Doch das schmälert die Fortschritte der Frauen auf dem Arbeitsmarkt keineswegs. Bis die Pandemie zu wüten begann, haben weibliche Arbeitskräfte ihre Präsenz am Stellenmarkt deutlich ausgeweitet.

Besonders in Europa sind die Erwerbsquoten der weiblichen Arbeitskräfte über die vergangenen fünfunddreissig Jahre teils massiv gestiegen und übertreffen die Beteiligung der US-Amerikanerinnen am Erwerbsleben mittlerweile klar. Die Erwerbsquote misst den Anteil der Erwerbstätigen und Erwerbslosen an der Referenzgruppe. Diese Referenzbevölkerung beruht in den Statistiken der OECD auf der Einwohnerzahl der Fünfzehn- bis Vierundsechzigjährigen des entsprechenden Landes. Trotz der steigenden Erwerbsquoten der Frauen bleibt die Lücke zur aktiven Beteiligung der Männer in allen Industriestaaten bestehen. In den EU-Ländern liegt die Erwerbsquote der Männer im Schnitt bei 79,6 Prozent, während die der Frauen mit 68,8% deutlich hinterherhinkt.

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