Flughafen

Der Flughafen baut sich einen Naturpark

15 Millionen Franken investiert die Flughafen Zürich AG, um auf 80'000 Quadratmetern hinter dem Circle ein Naherholungsgebiet zu schaffen. Die Naturschutzfläche wurde im Vergleich zu früher vergrössert.

Bei der Eröffnung des Parks wird 2020 eine Standseilbahn vom Circle auf den Butzenbüel fahren.

Bei der Eröffnung des Parks wird 2020 eine Standseilbahn vom Circle auf den Butzenbüel fahren. Bild: Balz Murer

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«Ein so grosses Naherholungsgebiet hat soweit uns bekannt ist kein anderer Flughafen auf der Welt», sagte Stephan Widrig, CEO des Flughafens Zürich am Montag anlässlicher einer Führung durch «The Park».

Hinter dem Dienstleistungszentrum «The Circle», welches im Sommer 2020 eröffnet werden soll, wird derzeit auf 80'000 Quadratmetern Grünfläche für rund 15 Millionen Franken der Butzenbüel aufgewertet, der kleine Hügel, der zwischen den Parkhäusern P1 bis P3 und der Flughafenautobahn liegt. Der Butzenbüel ist das Überbleibsel einer Gletschermoräne. In den 70er-Jahren wurden auf dem Hügel ein Wald, Wiesen und Feuchtgebiete angelegt und anschliessend unter Naturschutz gestellt.

Zweite Seilbahn am Flughafen

Am Projekt hat sich im Vergleich zum Baugesuch nichts geändert. «The Park» besteht im Wesentlichen aus einer grossen Lichtung, die von Wald umgeben ist. Ein Baumring aus rund 70 Rotbuchen markiert dabei den Übergang zwischen Forst und offenem Park. Auf und um den Butzenbüel führen unbefestigte Wege, die auch verschiedene kleinere Plätze bedienen. Der Hauptweg, der sogenannte Waldloop, hat eine Länge von rund 800 Metern. Im Park werden ein kleiner Festplatz und ein Pavillon errichtet. Zudem wird es auch viele kleinere Elemente geben, so etwa einen Waldspielplatz und ein Outdoor Gym.

«Heute geht es beim Naturschutz vermehrt um Qualität statt Quantität.»Lukas Schweingruber, Landschaftsarchitekt von «The Park».

Auf den Hügel kommt man zu Fuss – oder per Standseilbahn. Die Strecke, welche die vollständig verglaste Kabin zurücklegt, beträgt 76 Meter und führt quasi durch die Geschichte des Butzenbüels: Die Talstation liegt in der Erdschicht der Gletschermoräne, passiert den Wald und führt dann auf Säulen über die Wiese bis unter den Höhepunkt des Parks, die sogenannte Himmelsplattform. Sie kann mit Wasser geflutet werden und spiegelt dann den Himmel wieder.

So soll es aussehen, wenn das Projekt dereinst fertig gebaut ist. Bild: Visualisierung / pd

Anwesend an der Führung waren auch Robin Winogrond und Lukas Schweingruber. Die Landschaftsarchitekten des Studio Vulkans sind die Köpfe hinter dem Park. Der Aufgabe beim Wettbewerb für das Projekt habe man einen Schwerpunkt auf den Naturschutz gelegt. «Heute geht es dabei vermehrt um Qualität statt Quantität», erklärte Schweingruber. Deshalb beinhaltet der neue Park etwa mehr Trockenwiesen, da diese eine hohe Biodiversität aufweisen.

Noch nicht ganz abgeschlossen ist die Diskussion um den Zugang zum Butzenbüel. Zu Beginn wird das nur über den Circle möglich sein. In Kloten wird aber derzeit die Idee einer Brücke über die Autobahn diskutiert, damit der Zugang auch von der anderen Seite erreichbar ist. Zumindest der Flughafen würde dies sehr begrüssen, erklärten die Verantwortlichen.

Erstellt: 20.05.2019, 18:34 Uhr

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