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Corona-Experte Karl LauterbachEr nervt die Deutschen gewaltig – und hat meistens recht

Sie nennen ihn «Besser-Wisser»: Tagein, tagaus überbringt der Arzt und SPD-Politiker voller Eifer schlechte Nachrichten zur Pandemie. Jetzt kippt die Stimmung.

«Sünden-Doc»: Der Corona-Experte und SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach.
«Sünden-Doc»: Der Corona-Experte und SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach.
Foto: Kay Nietfeld (DPA/Keystone)

Unter Sozialdemokraten in Berlin kursiert ein böser Witz über Karl Lauterbach. Auf der Strasse trifft dieser einen Jungen und fragt ihn: «Wie alt bist du?» Der Bub: «Acht.» Lauterbach: «In dem Alter war ich schon neun.»

Karl Lauterbach, 57 Jahre alt, Rheinländer, Arzt, Professor, SPD-Politiker, ist einer, der gern belehrt. Der sehr dünne Mann mit Seitenscheitel tut es mit einer näselnden Stimme, die maximal eineinhalb Tonarten kennt. Mit einem Gesicht, das keine anderen Ausdrücke zu pflegen scheint als wechselnde Grade der Besorgnis.

Im Bundestag ist Lauterbach als Einzelgänger und Sonderling berüchtigt. Weil er salzlos isst, steht auf Buffets immer ein Teller mit seinem Namensschild. Auf dem Weg zur Theke warnt er Kollegen vor Giftstoffen im Essen und allem weiteren, was die Medizin für ungesund hält. Statt nachts noch ein Bier zu trinken, geht er nach Hause, um Studien zu wälzen. Man kann nicht behaupten, er sei in seiner Partei sehr beliebt.

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