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Analyse zum Budget WinterthurDer Markt hat immer recht, ausser …

Die Handelskammer will mit Wachstumskritik punkten. Dabei wächst die Winterthurer Bevölkerung nicht, weil der Stadtrat das so will, sondern weil der Markt spielt.

In Neuhegi wird viel gebaut – vor allem Wohnraum, aber wenige Arbeitsplätze. Ist die Strategie des Stadtrats schuld?
In Neuhegi wird viel gebaut – vor allem Wohnraum, aber wenige Arbeitsplätze. Ist die Strategie des Stadtrats schuld?
Foto: Enzo Lopardo

Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung (HAW) hat sich diese Woche in die Budgetdebatte eingeschaltet. Das ist eine gute Nachricht. Man muss ihre Sparvorschläge nicht gut finden, doch sie ermöglichen erstmals eine Diskussion. Die Mitte-rechts-Mehrheit im Gemeinderat wies das Budget 2021 zurück und schob den Schwarzen Peter damit einfach dem Stadtrat zu. So funktioniert das nicht. Wer sparen will, muss auch sagen, wo.

Den tut die Handelskammerauch wenn grosse Teile ihrer Vorschläge wirken, als kämen sie direkt aus den Neunzigerjahren. Alles, was von Privaten gemacht werden kann, solle die Stadt auslagern. Und auch einige uralte Projekte für den Autoverkehr wurden aus der Mottenkiste geholt, vom Heiligbergtunnel bis zum neuen Parkhaus neben der Altstadt. Notabene, während gleichzeitig ein Investitionsstopp gefordert wird.

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