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Ausstellung in WinterthurDer Sammler, der alles wieder verlor

Die Kunststadt Winterthur hat Richard Bühler viel zu verdanken. Die Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre traf ihn hart und zwang ihn, seine Sammlung zu versteigern.

Giovanni Giacometti: «Bildnis E. Richard Bühler im Segelboot», 1911. Privatbesitz.
Giovanni Giacometti: «Bildnis E. Richard Bühler im Segelboot», 1911. Privatbesitz.
Foto: PD

Richard Bühler (18791967) prägte die Sammlung des Kunstvereins und beeinflusste mit seinem Mut und seiner Weitsicht auch andere Schweizer Sammler, vor allem mit den damals neuartigen Werken französischer Künstler wie Vallotton und Bonnard, die keineswegs von allen geliebt wurden. Bühler war auch einer der geistigen Väter des 1915 erbauten Kunstmuseums.

Die globale Wirtschaftskrise, die sich ab der Mitte der 1925er-Jahre abzeichnete, traf Bühler hart. Er führte die Spinnerei Hermann Bühler in Sennhof zusammen mit seinem Bruder, der aber schon 1926 starb. Ein paar Jahre später ging der Firma das Geld aus. Der befreundete Georg Reinhart schoss zehntausend Franken ein, damals ein beachtlicher Betrag. Reinhart war jedoch nicht bereit, ihm Kunstwerke abzukaufen, dazu seien ihre «Geschmäcker» zu verschieden, teilte er seinem Freund mit.

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