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Neue Doku blickt hinter die Kulissen der Nationalmannschaft

Unter dem Motto #InTeam erscheint eine vierteilige Videodokumentation des Schweizer Nationalteams.

Der Trailer zur vierteiligen Dokumentation der Schweizer Fussballnationalmannschaft. (Video: SFV)

Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020, sie ist geschafft. Glanzlos und mit bisweilen mehr Mühe als erwartet, setzte sich die Schweizer Fussballnationalmannschaft in ihrer Gruppe D vor Dänemark durch. Die Qualifikation war begleitet von einigen Störfeuern rund um das Team, allen voran Nationalcoach Vladimir Petkovic schaffte es nicht, seine Rolle als Vermittler zwischen Team und und Öffentlichkeit anzunehmen und besser auszufüllen. Auch das Verhältnis zwischen Fans und Mannschaft stand schon unter einem besseren Stern.

Vor einigen Wochen äusserten rund 15'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Umfrage dieser Zeitung ihre Meinung zum Nationalteam. Dabei gaben rund ein Drittel der Befragten an, dass sie schon grössere Anhänger der Schweiz waren. Gar 70 Prozent waren der Meinung, dass die Spieler zu arrogant seien.

Mission Imagekorrektur

Beim Verband hat man die Zeichen erkannt. Unter Pierluigi Tami, dem neuen Direktor der Nationalmannschaft, sollen Reformen und eine Imagekorrektur in die Wege geleitet werden. Ein erster Teil dieser Kampagne scheint nun lanciert zu sein. In den letzten Tagen veröffentlichte der Schweizerische Fussballverband (SFV) auf seiner Website und in den sozialen Medien die ersten beiden Videos einer vierteiligen Dokumentationsserie, die dem Nationalteam hinter die Kulissen folgt.

Der erste Teil begleitet das Team und den Staff im Vorfeld des Qualifikationsspiels gegen Dänemark. Es zeigt die Spieler beim Fotoshooting in den neuen Auswärtstrikots, Embolos Tanzkünste bei Aufwärmübungen oder die Spieler beim Pokern im Teamhotel in Kopenhagen. Spieler wie Michael Lang, der gemäss Remo Freuler der beste Pokerspieler der Mannschaft sei, putzen zudem ihre Schuhe selber.

«Es wird hart werden»: Die beherzte Ansprache von Nati-Goalie Yann Sommer vor dem Spiel gegen Dänemark in der EM-Qualifikation. (Video: SFV)

Im zweiten Teil geht es in die Garderobe, der Zuschauer wird mitgenommen in die Umkleide des Schweizer Teams direkt im Vorfeld des Spiels in Dänemark. Yann Sommer schwört die Mannschaft ein, fordert von seinen Mitstreitern «Energie, Power und Härte». Die Spannung ist spürbar. Nur reicht das, um bei den Fans zu landen?

«So nahe warst du dem Schweizer A-Nationalteam vermutlich noch nie! Hier ein erster Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Tagen in vier Teilen folgt. Super Support von eurer Seite, exklusive Einblicke von uns. Ready, steady, GO für #InTeam», schrieb der SFV als Ankündigung auf Facebook.

Wie nah ist der Fan der Nationalmannschaft wirklich?

Nur, nach dem Spiel, nach der 0:1-Niederlage gegen Dänemark, gibt es keine Einblicke in die Garderobe, keine Aufnahmen der Spieler im Spielertunnel. Nur Yann Sommer, der erklärt: «Natürlich waren wir sehr enttäuscht und die Stimmung schlecht.» Es bleibt unklar, was die Strategie des SFV ist. Und ob das schon alles war auf der Mission Imagekorrektur. Spätestens am 9. Januar, wenn Tami eine Pressekonferenz gibt, wird es diesbezüglich mehr Klarheit geben.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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