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Interview mit Valcambi-ChefDer umstrittenste Goldschmelzer der Schweiz schlägt zurück

Valcambi wird von Swissaid und den eigenen Branchenkollegen angefeindet. Die Firma soll Gold aus dubiosen Quellen beziehen. Chef Michael Mesaric wehrt sich gegen die Vorwürfe – und er reicht Strafanzeige gegen die NGO ein.

Valcambi-Chef Michael Mesaric: «Wir schliessen künftig Goldbezüge von Kaloti nicht aus, wenn die neue Firma identifiziert werden kann, sie alle Nachweise erbringt und alle Kriterien erfüllt.»
Valcambi-Chef Michael Mesaric: «Wir schliessen künftig Goldbezüge von Kaloti nicht aus, wenn die neue Firma identifiziert werden kann, sie alle Nachweise erbringt und alle Kriterien erfüllt.»
Foto: Ephraim Bieri

Es ist keine Nachbarschaft, die Luxus und Glamour verspricht. Balerna TI, ein Vorort von Chiasso, ist durch industrielle Zweckbauten geprägt. Eine Autogarage, eine Tankstelle und ein Logistikzentrum – das sind die Nachbarn der Firma Valcambi. Das Unternehmen ist der wichtigste Goldverarbeiter der Schweiz. Aus dem Edelmetall entstehen später Schweizer Luxusuhren, exklusiver Schmuck oder Hightech-Smartphones.

In den letzten Monaten wurde Valcambi heftig angegriffen. Die NGO Swissaid kritisiert, dass Valcambi Gold aus zweifelhaften Quellen beziehen soll. Gemeint ist die Dubaier Firma Kaloti, einer der wichtigsten Goldanbieter im Markt. Die Firma soll aber Gold aus Kriegsgebieten verarbeiten. Den anderen Schweizer Goldschmelzern ist Dubai zu heiss. Sie verzichten auf Käufe dort, und die Schweizer Branchenvereinigung fordert Valcambi auf, es ebenfalls zu lassen. Valcambi-Chef Michael Mesaric versteht diese Aufregung nicht. Denn für die Vorwürfe gebe es keine Beweise. Er geht daher gegen Swissaid vor und verklagt die NGO.

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