Embrach

Der Wärmeverbund wird ausgebaut

Gemeinde und mehrere private Hauseigentümer haben entschieden, Liegenschaften ans Wärmenetz anzuschliessen. Somit kann Energie 360° das Projekt umsetzen.

Die Gemeinde Embrach setzt weiterhin auf klimafreundliche Heizenergie.

Die Gemeinde Embrach setzt weiterhin auf klimafreundliche Heizenergie. Bild: mcp

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Der Wärmeverbund Breiti in Embrach liefert seit 1998 klimafreundliche Heizenergie. Als Brennstoff nutzt die Heizzentrale Holzschnitzel des Forst- und Werkbetriebs Embrach. Um das Potenzial des Wärmeverbunds noch stärker auszuschöpfen und die kantonalen Auflagen zur Luftreinhaltung zu erfüllen, beschloss die Gemeinde Embrach eine Sanierung der Heizzentrale und gleichzeitig eine Erweiterung des Wärmenetzes. Dazu führte sie eine Ausschreibung durch, die Energie 360° gewann.

Das Unternehmen werde die Holzheizkessel ersetzen, einen Energiespeicher einbauen und Rauchgasfilter installieren, schreibt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Diese reinigten die Rauchgase und reduzierten die Emissionen auf ein Minimum. Dank der Erweiterung des Wärmenetzes beliefere Energie 360° künftig zusätzliche Gebäude und Anlagen mit der klimafreundlich hergestellten Wärme. Dazu gehören die Badi Talegg und verschiedene Wohnhäuser.

Weil bisherige Ölheizungen abgelöst und die Gebäude stattdessen zu mehr als 90 Prozent durch CO2-neutrale Wärme aus Holz beheizt werden, liessen sich jährlich etwa 200 000 Liter Heizöl einsparen und der CO2-Ausstoss um rund 530 Tonnen senken, heisst es weiter.

Zusätzlich zur guten Umweltbilanz würden die neuen Wärmekundinnen und -kunden von weiteren Vorteilen profitieren: Sie bezahlten vergleichsweise konstante, gut planbare Wärmepreise, bräuchten sich nicht mehr um eine eigene Heizung zu kümmern und würden Platz gewinnen, weil die bisherige Heizung samt Öltank entfernt werde. Zudem setzten sie auf einen erneuerbaren Energieträger und unterstützten die regionale Wertschöpfung.

Keine Investitionen der Gemeinde

Der Forst- und Werkbetrieb Embrach bewirtschaftet 465 Hektaren eigenen Wald und wird in den nächsten 30 Jahren die Holzschnitzel für den Wärmeverbund liefern. Nach der erfolgreichen Akquisition von Wärmekundinnen und -kunden habe Energie 360° nun beschlossen, das Projekt umzusetzen. Im Auftrag der Gemeinde werde das Unternehmen den Wärmeverbund Breiti sanieren und erweitern.

Die Gemeindeversammlung hat dem Auftrag bereits zugestimmt. Energie 360° übernimmt neben Planung und Bau auch den Betrieb für die nächsten 30 Jahre und finanziert die Anlage. Die Gemeinde brauche keine Investitionen mehr in den Wärmeverbund zu tätigen und bekomme den Restwert des bestehenden Leitungsnetzes vergütet.

Energie 360° als neue Eigentümerin sei für die zuverlässige Wärmeversorgung verantwortlich und trage auch das finanzielle Risiko allein. Nach 30 Jahren kann die Gemeinde den Wärmeverbund wieder übernehmen oder die Kooperation mit Energie 360° verlängern.

Erste Wärme im Herbst 2017

Romeo Deplazes, Bereichsleiter Energiedienstleistungen von Energie 360°, freut sich über die Partnerschaft mit der Gemeinde Embrach: «Gemeinsam ermöglichen wir, dass noch mehr Kundinnen und Kunden mit Wärme aus Holz heizen und damit auf eine einheimische Energie setzen.» Zurzeit erfolge die Detailplanung für die Sanierung der Heizzentrale und die Erweiterung des Wärmenetzes, sodass demnächst das Bewilligungsverfahren beginnen könne.

Voraussichtlich im Juni 2017 nimmt Energie 360° die Bauarbeiten in Angriff. Im Oktober 2017 – rechtzeitig auf die Heizsaison 2017/18 hin –sollen die bestehenden Wärmekundinnen und -kunden sowie erste neu angeschlossene Gebäude ihre Heizenergie erstmals von der sanierten Heizzentrale erhalten. Danach schliesst Energie 360° etappenweise die weiteren Liegenschaften ans Wärmenetz an. (mcp)

Erstellt: 11.08.2017, 16:19 Uhr

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