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55-mal die Wand durchstiegenDie Eigernordwand ist sein zweites Zuhause

Der Oberländer Profibergsteiger Roger Schäli kennt den Eiger fast so gut wie seine Wohnung. Und empfindet ihn doch immer noch als Abenteuer.

Die Eigernordwand «ist und bleibt eine ernsthafte Sache»: Roger Schäli hangelt sich, am Seil gesichert, an den Fingerspitzen durch die Route «La vida es silbar» hoch, tief unter ihm Grindelwald.
Die Eigernordwand «ist und bleibt eine ernsthafte Sache»: Roger Schäli hangelt sich, am Seil gesichert, an den Fingerspitzen durch die Route «La vida es silbar» hoch, tief unter ihm Grindelwald.
 Foto: Nicolas Hojac

Es kommt vor, dass Roger Schäli zu Hause in Goldswil bei Interlaken beim Kaffee sitzt und sein Handy klingelt, der Anrufer am anderen Ende der Leitung befindet sich irgendwo oben in der Eigernordwand, 1800 Meter Luft unter den Füssen, und findet den Ausstieg ins Gipfeleisfeld nicht. Ziemlich ungemütlich dort, aber Schäli weiss Rat und weist den Weg. Kurze Zeit später steht die Seilschaft auf dem Gipfel und postet auf den sozialen Netzwerken den erfolgreichen Durchstieg einer super schwierigen Route: Das ist die Währung, die gilt, im Business des Profialpinismus. Vom hilfesuchenden Telefonat zu Schäli erfährt kein Mensch.

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