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Hilfe für Randständige«Die Einsamkeit ist extrem»

Viele Hilfsangebote für Randständige wurden während des Corona-Lockdown heruntergefahren – und nun teilweise den Social-Distancing-Regeln angepasst.

Der Pfuusbus beim Strassenverkehrsamt in Zürich hätte eigentlich schon Saisonschluss gehabt. Jetzt dient er als 24-Stunden-Betreuungsstelle für Randständige.
Der Pfuusbus beim Strassenverkehrsamt in Zürich hätte eigentlich schon Saisonschluss gehabt. Jetzt dient er als 24-Stunden-Betreuungsstelle für Randständige.
Foto:  Matthias Scharrer

Mittagszeit beim Pfuusbus in Zürich: Unter dem blauen Zeltdach beim Eingang steht ein Pfuusbus-Mitarbeiter mit Mundschutz und kontrolliert den Zugang. Er spricht mit einem verwitterten Bärtigen. Regen fällt auf den Asphaltplatz beim Strassenverkehrsamt. Hier finden Randständige ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und Gesprächsmöglichkeiten. «Letzteres ist etwas vom Wichtigsten», sagt Walter von Arburg, Sprecher des Sozialwerks Pfarrer Sieber (SWS), das den Pfuusbus betreibt. «Die Einsamkeit ist extrem. Ein Obdachloser sagte mir kürzlich: Wenn ich als Randständiger jetzt ins Stadtzentrum gehe, bin ich zwar im Zentrum, aber da ist niemand mehr. Die Gesellschaft hat sich verabschiedet.»

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