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Kantonsratsdebatte in ZürichDie Kirche eckt mit ihrem politischen Engagement an

Was hat uns die Kirche politisch zu sagen? Die Meinungen darüber gehen im Kantonsrat auseinander.

Im Kantonsrat gab das Engagement der Kirche für die gescheiterte Konzernverantwortungsinitiative zu reden.
Im Kantonsrat gab das Engagement der Kirche für die gescheiterte Konzernverantwortungsinitiative zu reden.
Themenfoto: Keystone

Der Abstimmungskampf zur am Sonntag knapp gescheiterten Konzernverantwortungsinitiative sorgte am Montag im Zürcher Kantonsrat für Diskussionen. Gelegenheit bot die Abnahme der landeskirchlichen Jahresberichte. «Die Kirchen müssen ihre politische Neutralität wahren», sagte Corinne Hoss-Blatter (FDP, Zollikon). Dies sei zuletzt nicht der Fall gewesen, weshalb aus ihrem Umfeld viele Leute aus der Kirche ausgetreten seien, so die Freisinnige von der Goldküste.

«Es ist äusserst ungeschickt, wenn die Kirchen sich politisch äussern.»

Rochus Burtscher, SVP-Kantonsrat, Dietikon

Mehrere Vertreter der Ratsrechten doppelten nach. «Es ist äusserst ungeschickt, wenn die Kirchen sich politisch äussern», sagte Rochus Burtscher (SVP, Dietikon). «Besonders, wenn sie Wasser predigen und Wein trinken.» Er forderte die Landeskirchen auf, Geld, das sie von Konzernen erhielten, zurückzugeben und selber Steuern einzutreiben. Hans Egli (EDU, Steinmaur) hielt fest: «Das politische Engagement der Kirche in der Konzernverantwortungsinitiative war falsch und schadet der Kirche.» Die Folgen werde man bei den Mitgliederzahlen der Kirchen im nächsten Jahresbericht sehen.

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