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Die Kirchenromanze im Embrachertal hat den Segen der Gemeinden erhalten

Die beiden reformierten Kirchgemeinden Embrach-Oberembrach und Lufingen können ihre Fusionspläne weiterverfolgen. Die Stimmberechtigten gaben grünes Licht dazu.

Die reformierte Kirche in Embrach ist auf dem Weg zur Fusion mit den Nachbarn aus Lufingen.
Die reformierte Kirche in Embrach ist auf dem Weg zur Fusion mit den Nachbarn aus Lufingen.
Archiv ZU

Seit mehreren Jahren laufen zwischen den reformierten Kirchgemeinden Embrach-Oberembrach und Lufingen Fusionsgespräche. Nachdem sich vor allem in Oberembracher Kreisen Widerstand gegen das Vorhaben breit machte, liessen die beiden Kirchgemeinden am Montag an zwei ausserordentlichen Gemeindeversammlungen darüber abstimmen, ob die Bestrebungen aufrecht erhalten werden sollen. Das Resultat ist eindeutig: Beide Kirchgemeinden erteilten mit grossem Mehr die Erlaubnis zum Weiterführen der Gespräche.

In Lufingen war der Entscheid unumstritten. In Embrach liess die Kirchenpflege verdeckt abstimmen. 76 der anwesenden 117 Stimmberechtigten sagten Ja zur Aufrechterhaltung der Fusionsabsichten.

Zuvor fand aber eine zuweilen hitzige Debatte statt. Vier Stimmberechtigte hatten mehrere Anfragen gestellt, die vor der Abstimmung behandelt wurden. Dabei ging es vor allem darum, was nach der Fusion mit den zahlreichen Liegenschaften der beiden Gemeinden und dem Steuerfuss geschieht. Auch die Verschuldung der Lufinger Kirchgemeinde war wieder Thema der Anfragen. Laut Kirchenpfleger Niklaus Stutz lassen sich die Fragen aber in weiten Teilen erst nach der Fusion beantworten.

Es gibt noch viel zu tun

Eine Arbeitsgruppe macht sich nun daran, eine gemeinsame Kirchenordnung auszuarbeiten. Diese soll den Stimmberechtigten kommendes Jahr zur Abstimmung vorgelegt werden. Bis dahin müssen die beiden Kirchgemeinden verschiedene Detailfragen klären. So geht es etwa darum, welche Aufgaben man zusammenlegen will, was mit den Sekretariatsangestellten geschieht und wem man welche Aufgaben zuordnen wird. Auch die künftige Nutzung der Liegenschaften ist laut Stutz ein Thema in den Arbeitsgruppen. Bevor es zur Abstimmung kommt, werden die Kirchgemeinden wieder eine Informationsveranstaltung durchführen.

Vor der Fusionsabstimmung steht der Kirchgemeinde Embrach-Oberembrach noch ein weiterer wichtiger Termin ins Haus. So wählen die Stimmberechtigten am 21. Mai einen neuen Kirchenpflegepräsidenten und ein neues Mitglied. Als Präsident stellen sich der bisherige Kirchenpfleger Beat Schneider und die beiden Neuen Silvia Keller und Thomas Liechti zur Wahl. Die reformierte Kirche Embrach-Oberembrach ist seit dem gesundheitlich bedingten Rücktritt von René Bachmann im letzten Sommer ohne gewählten Präsidenten. Interimistisch hat Finanzchef Beat Schneider das Amt übernommen.

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