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Porträts von BerufsleutenDie Menschen hinter den Masken

Sie sind darauf angewiesen, dass andere die Corona-Regeln einhalten: Sechs Berufsleute mit Kundenkontakt erzählen, wie das Virus ihren Alltag verändert.

«Zu Beginn störte mich die Maske. Ich hatte das Gefühl, die Leute verstünden mich nicht»: Gaby Schopfer.
«Zu Beginn störte mich die Maske. Ich hatte das Gefühl, die Leute verstünden mich nicht»: Gaby Schopfer.
Foto: Kostas Maros

Gaby Schopfer, 61: Verkäuferin bei Coop in Basel

«Danke, dass ihr für uns da seid in dieser Zeit!» Das bekomme ich oft zu hören. Im Frühling hatten einige unserer Kundinnen und Kunden diese Botschaft sogar auf einen grossen Karton geschrieben, den sie mit Zeichnungen verzierten und vor das Geschäft stellten. Und bis heute bekommen wir Verkäuferinnen immer wieder Pralinéschachteln oder Gipfeli zum Znüni als Dankeschön. Das macht mich glücklich.

Ich arbeite gerne – auch in der Krise und mit all den Massnahmen. Denn die Kundschaft ist sehr verständnisvoll. Einzelne vergessen schon mal, beim Anstehen Abstand zu halten oder beim Eintreten die Maske aufzusetzen. Wenn ich sie dann darauf hinweise, sagen sie: «Au jä, Entschuldigung, ich habe es gar nicht gemerkt», treten einen Schritt zurück oder nehmen die Maske hervor. Ich mache die Erfahrung: So, wie du es sagst, kommt es retour. Der Tonfall und die Haltung sind entscheidend.

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