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Protest als PoseDie selbst ernannten Rebellen

Corona-Skeptiker feiern sich als Widerstandskämpfer. Das ist nicht nur lächerlich, sondern auch gedankenlos.
Statt sich zu schützen, gefährden sie andere

Kämpfer für Wahrheit, Freiheit, Frieden? Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in Zürich.
Kämpfer für Wahrheit, Freiheit, Frieden? Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in Zürich.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Die Massnahmen gegen das Coronavirus reizen zum Widerstand. Unzufriedene protestieren öffentlich gegen die Maskenpflicht. Entschlossene künden an, sich dem Impfgebot zu verweigern. Jugendliche feiern Feste ohne Hemmung und ohne Masken. Und alle sind stolz auf ihre Rebellion gegen die Obrigkeit.

Der Journalist Wolf Schneider, der so viel über anmassende, verunklarende, verräterische oder einfach idiotische Sprache geschrieben hat, stellte einmal die Frage, was es eigentlich brauche, damit aus Freiheitskämpfern Terroristen würden.

Er hatte recht: Wir alle wissen, wie parteiisch solche Zuschreibungen verteilt werden und was sie politisch bezwecken. Freiheitskämpfer, könnte man sagen, setzen sich für die Rechte der Unterdrückten ein, Terroristen unterdrücken alle, die anderer Meinung sind. Terroristen wollen die Zivilgesellschaft zerstören, Freiheitskämpfer sie wiederherstellen.

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