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Kolumne StadtverbesserinDie Strafe löst sich in Rost auf

Nichts ist für die Ewigkeit. Und darum sollte es auch unser Material nicht sein, findet die Stadtverbesserin.

Nicht jedes Metall rostet gleich. Bei künftigen Bauprojekten sollte sich das Material nach der geplanten Lebensdauer richten.
Nicht jedes Metall rostet gleich. Bei künftigen Bauprojekten sollte sich das Material nach der geplanten Lebensdauer richten.
Symbolbild: Valérie Chételat

Rostige Fässer und verfärbtes Holz. Der neu gestaltete Merkurplatz ist nach drei Monaten bereits in die Jahre gekommen. Das stresst den zuständigen Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) aber nicht. Im Gegenteil: Der Rost und die Verfärbung «sind gewollt», dies zeige «den temporären Charakter» des Platzes.

Die Stadtverbesserin ist fasziniert ob dieser Argumentation und findet: Die Stadt sollte nur noch Provisorien bauen, die sich am Ende ihrer Lebenszeit selbst zersetzen. Der Mechanismus lässt sich selbst auf profane Gegenstände übertragen. So sollte es am nächsten Albanifest nur noch biologisch abbaubare Becher geben, die sich spätestens einen Tag nach dem Erstkontakt mit Bier in Flüssigdünger auflösen.

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