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Proteste gegen LukaschenkoDie weissrussische Opposition macht Druck auf René Fasel

Immer mehr Sportlerinnen und Sportler wollen die Austragung der Eishockey-WM 2021 in Minsk verhindern. Der Schweizer Weltverbandspräsident aber schweigt.

Basketballerin Jelena Leutschanka (bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio): Auch sie schrieb einen offenen Protestbrief an Eishockeypräsident René Fasel.
Basketballerin Jelena Leutschanka (bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio): Auch sie schrieb einen offenen Protestbrief an Eishockeypräsident René Fasel.
Foto: Shannon Stapleton (Reuters) 

«Wir werden komplett ignoriert», ärgert sich Alexander Apejkin: «Das verletzt alle Regeln der internationalen Kommunikation.» Apejkin ist Direktor der weissrussischen Stiftung für Solidarität im Sport, in der sich Sportlerinnen und Sportler gegen das Regime von Präsident Lukaschenko zusammengeschlossen haben. Sein Ärger richtet sich gegen einen Schweizer. Dreimal schickte die Stiftung in den vergangenen Wochen Mails und Briefe nach Zürich, an den Eishockey-Weltverband und seinen Präsidenten René Fasel.

Die Weissrussen verlangen vom Sportfunktionär aus dem Kanton Freiburg eine Absage oder zumindest Ortsverschiebung der nächsten Eishockey-WM. Diese soll im Mai 2021 in Weissrussland und Lettland stattfinden. Doch eine WM in Minsk würde Lukaschenko eine Bühne bieten und sein totalitäres Regime legitimieren, warnt Alexander Apejkin. Antworten aus Zürich hat er nicht erhalten: «Nicht einmal der Erhalt unserer Briefe wurde bestätigt.»

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