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Leben in der PandemieDie Zeit der Entscheidungen

Man darf einiges tun und soll fast alles lassen. Ständiges Abwägen wird die nächsten Monate prägen.

Derzeit überlastet: Wegweiser zum Corona-Testcenter des Stadtspitals Triemli.
Derzeit überlastet: Wegweiser zum Corona-Testcenter des Stadtspitals Triemli.
Foto: Anna-Tia Buss

Die amtlichen Videobotschaften der letzten Tage erinnern an Kriegsreden. Ernste Gesichter, schwere Worte. «Nur zusammen schaffen wir es», sagte die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). Aus vielen Amtshäusern und Spitälern tönte es ähnlich: Jetzt hängt es von jeder und jedem Einzelnen ab!

Man hat verstanden. Und will mithelfen. Nur ist das nicht ganz einfach.

Während des Lockdown, jenen zwei Monaten, die einem in der Erinnerung vorkommen wie ein surrealistischer Film, durfte man fast gar nichts mehr tun. Das entlastete insofern, als kaum Wahlmöglichkeiten blieben und der Staat jene stützte, die die gesellschaftliche Vollnarkose besonders hart erwischte. Einen zweiten Lockdown wollen die meisten Politikerinnen verhindern. Daher dürfte einiges geduldet bleiben im kommenden Wintertrotz hoher Fallzahlen, trotz Mahnungen.

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