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National LeagueDie ZSC Lions trotzen dem Virus

Obschon neun Spieler nach ihren Corona-Infektionen noch fehlen, besiegen die Zürcher zum Restart den HC Davos 5:1. Hollenstein feiert einen Hattrick.

Die Form über die Quarantäne konserviert: Denis Hollenstein feierte gegen den HCD einen Hattrick.
Die Form über die Quarantäne konserviert: Denis Hollenstein feierte gegen den HCD einen Hattrick.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)

Das Coronavirus ist ein heimtückischer Gegner. Obschon sich die ZSC Lions und ihr Arzt Gery Büsser alle erdenkliche Mühe gaben, ihm keinen Entfaltungsspielraum zu geben, schlug es bei den Zürchern erbarmungslos zu. Gleich 13 infizierten sich bei ihnen Ende November, Anfang Dezember mit Covid-19, darunter auch Coach Rikard Grönborg. Wie es genau passiert ist, darüber kann nur spekuliert werden. Jedenfalls gastierten die Lions am 28. November beim HC Lugano, der in der Folge gleich 20 positive Fälle beklagte. Dabei geht man ja eigentlich davon aus, dass die Ansteckungsgefahr auf dem Eis sehr gering ist.

Nach gut zweiwöchiger Pause stiegen die Zürcher nun gegen ihren neuen Lieblingsgegner HC Davos wieder in die Meisterschaft ein. Mit einem Rumpfkader, mussten doch gemäss dem fünftägigen Return-to-Play-Protokoll nach einer Corona-Infektion gleich neun Spieler noch pausieren: Goalie Flüeler, die Verteidiger Phil Baltisberger, Marti und Trutmann sowie die Stürmer Roe, Pettersson, Bodenmann, Pedretti und Sigrist. Dank zwei Verstärkungen aus dem Farmteam (Hayes, Riedi) brachten sie trotzdem vier Sturmreihen zusammen. Und wie schon nach ihrer ersten Quarantäne gelang ihnen auch diesmal der Restart.

Captain Geering (6.) und Hollenstein (7.) sorgten schon früh für eine Zweitoreführung gegen einen HCD, der nach dem abrupten Abgang von Joe Thornton noch nicht richtig sortiert wirkte. Der Kanadier hatte am Sonntag den Marschbefehl aus Toronto erhalten und war am Montagmittag abgereist aus dem Kurort. Die NHL strebt ja einen Saisonstart per Mitte Januar an, die kurzen Trainingscamps sollen am 1. Januar beginnen. Noch nichts gehört hat ZSC-Crack Suter aus Chicago, doch auch er dürfte bald abreisen.

Gegen den HCD übernahm Suter die Centerposition des rekonvaleszenten Roe im ersten Sturm, doch es war der zweite mit Hollenstein, Krüger und Prassl, der die Partie prägte. Topskorer Hollenstein feierte seinen zweiten Saison-Hattrick, Krüger gelang das wichtige 3:0 kurz vor ersten Pause. Derweil sich der HCD in seiner zweiten Saison unter Christian Wohlwend weiter schwertut, war das 5:1 für die Zürcher der achte Sieg in Serie – die beiden Erfolge im Cup gegen Lugano und Langenthal eingerechnet.

Stoppen lassen sich die ZSC Lions also nicht vom Virus. Und weil inzwischen 17 Spieler eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben und man danach während dreier Monate als immun gilt, droht ihnen so bald keine Quarantäne-bedingte Pause mehr. Denn gemäss Reglement muss man nur zwölf Feldspieler plus einen Goalie aufbieten können, um als spielbereit zu gelten. Weiter geht es am Freitag in Lausanne – da dürften schon ein paar weitere Spieler zurück sein.

2 Kommentare
    Martin Braun

    Die grösste Fehlbesetzung in der Geschichte des HCD ist die Wahl von Christian Wohlwend als Trainer und vor allem von Sportchef Raeto Raffainer, diese hat schon beim Nationalteam bewiesen das er von Eishockey nichts versteht.