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Als Spielerin und SängerinDieses Schweizer Ausnahmetalent verblüfft eine Wimbledon-Siegerin

Zuerst lässt die 16-jährige Chelsea Fontenel die Spanierin Garbine Muguruza auf dem Platz schwitzen. Dann singt sie ihr ein Ständchen.

Und da strahlt sie: Die Schweizerin Chelsea Fontenel (rechts).
Und da strahlt sie: Die Schweizerin Chelsea Fontenel (rechts).
Foto: Facebook

«Pure talent» schrieb Garbine Muguruza auf ihre Instagram-Story. Die Spanierin hatte gerade ihre Einheit im noblen Geneva Country Club beendet, wo sie seit Jahren regelmässig trainiert, und jetzt sang ihr ihre Partnerin ein Ständchen. Und zwar so, dass die zweifache Grand-Slam-Siegerin und ehemalige Weltnummer 1 tief beeindruckt war.

Vorher hatte Chelsea Fontenel der zehn Jahre älteren Spanierin zwei Stunden als Sparringspartnerin gedient. Intensiv wurde im Genfer Vorort geübt – für Fontenel ein einmaliges Erlebnis: «Sie trifft so ziemlich jeden Ball in der Mitte und vor dem Körper.» Am eindrücklichsten war aber etwas anderes: «Garbine ist enorm nett, und ich konnte auch mit ihrem Team völlig ungezwungen reden.»

Sie kennt die grossen Bühnen dieser Welt

Muguruza war schon da, wo Fontenel einmal hinmöchte: Die 16-Jährige will die Nummer 1 der Welt werden und Grand Slams gewinnen. Dafür investiert sie alles: Seit letztem August trainiert sie mit einem Stipendium an der berühmten IMG Academy in Florida. Dort hat sie schon respektable Fortschritte erzielt, aktuell ist sie die Nummer 321 im ITF-Juniorinnenranking der unter 18-Jährigen. Schweizweit ist sie zusammen mit Céline Naef und Karolina Kozakova eine von drei Hoffnungsträgerinnen aus dem U-16-Bereich, in den sie dank Ihres Jahrgangs noch immer gehört.

Chelsea Fontenel ist eine der wenigen Sportlerinnen, die aber auch in einem zweiten Bereich Karriere machen könnten. Die Aargauerin, deren Eltern von der Karibikinsel Saint Lucia stammen, verfügt über eine wunderschöne Stimme und ist seit frühester Jugend grösste Bühnen gewohnt. So stand sie einst in Deutschland im Final von «The Voice Kids», intonierte beim «Match for Africa» zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka «Simply the Best» von Tina Turner und gab in der «Helene-Fischer-Show» ein Duett mit dem deutschen Star zum Besten.

Auch in Florida ist die Musik ein steter Begleiter. Im Januar durfte sie ihre Gesangskünste bei einem landesweit via ESPN übertragenen Basketballmatch vortragen – sie sang die amerikanische Nationalhymne. Und erhielt gewaltigen Applaus.