10 Tipps für bessere Fotos mit dem iPhone

App auf und abdrücken – das reicht für tolle Schnappschüsse. Doch die iPhone-Kamera kann mehr. So werden Ihre Aufnahmen noch besser.

Kann mehr, als man vermuten könnte: Die Kamera-App des iPhones. Foto: Alan Keith Beastall (Alamy Stock Photo)

Kann mehr, als man vermuten könnte: Die Kamera-App des iPhones. Foto: Alan Keith Beastall (Alamy Stock Photo)

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Wenn von Kamera-Handys die Rede ist, geht es in der Regel um die spektakulären Kamerakonstruktionen von Herstellern wie Huawei, Samsung oder Nokia. Schaut man jedoch, mit welchem Handy, ja mit welcher Kamera die Menschen am häufigsten fotografieren, schwingt regelmässig Apples iPhone obenaus. ­

Höchste Zeit, die Apple-­Kamera etwas besser kennen zu lernen. Denn mit den richtigen Tricks braucht sich selbst ein in die ­Jahre gekommenes iPhone nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.

Übrigens: Die meisten Tricks funktionieren auch mit Android-Handys. Dort sind die Funktionen aber häufig anderswo platziert und tragen leicht andere Namen.

Scharf stellen

Meistens stellt das iPhone genau dort scharf, wo man es möchte. Doch hin und wieder haut die Automatik daneben, oder man möchte lieber denHintergrund als den Vordergrund scharf haben. Tippen Sie dazu einfach auf das Objekt, das im Fokus sein soll. Halten Sie den Finger länger auf der gewünschten Stelle, wird der Fokus gar ­fixiert. So können Sie zum Beispiel sicherstellen, dass das gewünschte Objekt scharf bleibt – auch wenn zum Beispiel jemand ins Bild läuft.

Belichtung anpassen

Ähnlich wie mit dem Fokus verhält es sich mit der Belichtung. In der Regel macht das iPhone einen hervorragenden Job, wenn es darum geht, zu entscheiden, wie hell ein Foto sein soll. Möchte man korrigieren, tippt man einfach auf die Stelle, die man ideal belichtet haben möchte. Alternativ kann man mit dem Finger auch rauf- und runterwischen und so ein Bild abdunkeln oder aufhellen. Man muss dazu nicht das kleine Sonnensymbol bewegen und kann einfach irgendwo rauf- und runterwischen.

Raster einblenden

Fotografiebücher und -lehrer empfehlen einem gerne, bei Fotos nicht alles mittig auszurichten und sich zum Beispiel an die Drittelregel zu halten – also Objekte oder den Horizont lieber leicht abseits der Mitte zu platzieren. In den Kameraeinstellungen (Einstellungen/Kamera) gibt es die Option «Raster». Diese blendet Hilfslinien ein, die genau die Drittellinien anzeigen. Zudem wird damit auch die ­Wasserwaage aktiviert. Diese hilft einem, die Kamera gerade zu halten, wenn man zum Beispiel genau von oben einen Teller mit Essen fotografieren möchte.

Porträt-Modus

Neuere iPho­nes haben einen sogenannten Porträt-Modus. Dieser setzt bei Fotos per Software den Hintergrund unscharf, sodass die Fotos aussehen, als hätte man sie mit einem teuren Profi-Objektiv geschossen. Es lohnt sich, damit ein bisschen zu experimentieren. Denn bei iPhones mit Doppelkamera kann man damit nicht nur Menschen, sondern alles Mögliche fotografieren. Sie werden staunen, wie viel besser die Funktion eine simple Tasse Kaffee aussehen lässt. Und wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, lässt sich der Porträteffekt nachträglich über «Bearbeiten» deaktivieren – durch Antippen des gelben Porträt-Schriftzugs.

Live-Fotos

Neuere iPhones nehmen standardmässig mit jedem Foto auch ein kleines Filmchen mit Ton auf. Das ist zum Beispiel bei Kinderfotos ausgesprochen herzig. Diese Funktion kann man oben in der Kamera-App aktivieren oder deaktivieren, indem man neben dem Blitz auf die drei konzentrischen Kreise tippt. Anschauen kann man die Filmchen, indem man in der Fotos-App fest oder länger auf das jeweilige Foto drückt.

Geschlossene Augen

Was für ein Pech, wenn das perfekte Kinderfoto daran scheitert, dass eines der Kinder die Augen geschlossen hat. Doch noch ist nicht alles verloren. Ist Live-Fotos aktiviert, kann man oben rechts «Bearbeiten» wählen und sieht unten eine Art ­Schieberegler. Damit kann man einen Sekundenbruchteil vor- oder zurückspulen und erwischt so mit Glück den perfekten Moment nachträglich doch noch.

Serienbild

Für Sportfotografen ist die Serienbild-Funktion ein Muss. Für Gelegenheitsknipser ist sie meist übermotorisiert. Doch wenn es darum geht, etwas zu fotografieren, das sich schnell bewegt, ist sie elementar. Lässt man in der Kamera-App den Finger lange auf dem weissen Auslöserknopf, knipst die Kamera im Eilzugstempo, bis man den Finger wieder wegnimmt. Und keine Angst, man müllt sich damit die eigene Galerie nicht zu. Das iPhone gruppiert alle Fotos einer Serienaufnahme. Über die unten angezeigte Auswählen-Option kann man nachträglich bestimmen, welche Aufnahmen einzeln abgespeichert werden sollen.

Panorama

Dass man mit Smartphones grossartige Panoramaaufnahmen machen kann, ist hinlänglich bekannt. Man muss dazu in der Kamera-App nur so lange zur Seite wischen, bis die Pano-Option erscheint. Anschliessend muss man nur noch dem Pfeil von links nach rechts folgen – und fertig ist das Panorama. Die Richtung ist nicht fix. Tippt man auf den Pfeil, kann man das nächste Panorama von rechts nach links aufnehmen. Die Funktion eignet sich übrigens nicht nur für Landschaften. Sie ersetzt auch ein Weitwinkelobjektiv. Kriegt man nicht alles ins Bild, lohnt es sich, es mit einem Panorama zu versuchen. Eine lustige Spielerei sind Panoramas aus fahrenden Zügen oder Autos.

Wer braucht da noch ein Weitwinkel-Objektiv, wenn man die Panorama-Funktion hat? Bild: zei

Kamera-Apps

Gehen Ihnen diese Tipps nicht weit genug, lohnt es sich, den App Store zu durchsuchen. Etliche Kamera-Apps bieten weitere Möglichkeiten. Der Favorit des Autors ist Halide (6 Fr.). Die App bietet zahlreiche manuelle Funktionen und erlaubt es sogar, im bei Profis für die vielen Nachbearbeitungsmöglichkeiten beliebten RAW-Format zu fotografieren.

Nachbearbeiten

Im richtigen Moment den Auslöser zu drücken, ist nur die halbe Miete. In vielen Fällen entsteht ein sehr gutes Foto erst nachträglich. Dabei reicht es meist, wenn man in Apples eigener Fotos-App den Zauberstab wählt oder auf «Bearbeiten» drückt und unten den Drehregler wählt, um die Werte für Licht und Farbe etwas anzupassen. Damit lässt sich nachträglich alles Mögliche verbessern. Mit Apps wie Pixelmator (5 Fr.) oder Darkroom (gratis) geht noch mehr. Profis schwören dagegen auf das abopflichtige Lightroom von Adobe.

Haben Sie weitere Tipps? Dann teilen Sie die doch mit anderen Lesern in den Kommentaren. (landbote.ch)

Erstellt: 24.04.2019, 12:00 Uhr

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