Dossier: Von Winterthur aus in den Jihad

In den letzten Monaten sind mehrere Fälle von Jugendlichen, die von Winterthur aus nach Syrien in den Heiligen Krieg zogen, bekannt geworden. Derweil wehren sich ansässige Moscheen gegen den Vorwurf, junge Muslime zu radikalisieren. Was ist dran am «Winterthurer Jihadismus-Phänomen»? Eine Übersicht.


News

Sie schrien: «Allahu Akbar, wir haben ihn!»

Neun Männer aus der An’Nur­-Moschee kommen wegen Freiheitsberaubung vor ­Gericht. Die Staatsanwaltschaft schildert, wie es zum ­Gewaltausbruch kam. Mehr...

An-Nur-Prozesse dauern eine Woche

Weil insgesamt neun Angeklagte im Zusammenhang mit mutmasslichen Vorfällen in der An’Nur-Moschee vor Gericht stehen werden, hat das Bezirksgericht fünf Verhandlungstage angesetzt. Start ist am 1. Oktober. Mehr...

An’Nur-Imam nach Flucht in Deutschland gefasst

Die deutsche Polizei hat den Imamen verhaftet, der vergangenes Jahr in Winterthur zum Mord an Muslimen aufgerufen hatte und deshalb verurteilt worden war. Mehr...

An’Nur-Zirkel droht Ausschaffung

Eine Tonaufnahme aus der An’Nur-Moschee belastet die Beschuldigten offenbar schwer. Vier der neun Männer ­könnten bei einem Urteil der Landes verwiesen werden. Die geforderten Freiheitsstrafen liegen zwischen 30 und 36 Monaten. Mehr...

«Ich will unter islamischem Gesetz leben»

Was geht in einer Frau vor, die sich mit ihrem vierjährigen Sohn dem Jihad anschliessen will? Und kann allein eine terroristische Gesinnung strafbar sein? Der Prozess um eine Winterthurer Konvertitin in Bellinzona liess tief blicken. Mehr...

Interview

«Die Jugendlichen der An’Nur-Moschee bekamen Angst voreinander»

Der Basler Extremismusexperte Samuel Althof hatte mit mehreren Mitgliedern der An’Nur-Jugendgruppe Kontakt. Er widerspricht dem Bild, das medial von ihnen vermittelt wurde: Die meisten seien wenig ideologisch, und es habe keine echten Führungspersönlichkeiten gegeben. Mehr...

«Wer hier Jugendliche für den Jihad anwirbt, fliegt ganz schnell auf»

Das Quartier Steig wurde in den Medien als Ghetto und «Molenbeek der Schweiz» gehandelt. Es liegt abgeschottet und der Anteil Muslime und Ausländer ist besonders hoch. In einem Gespräch erzählen die Bewohner aus dem Quartierleben. Dafür, dass sich Sippen gebildet haben, machen sie die Verwaltung verantwortlich. Mehr...

«Für uns war der Fall erledigt»

Die Mitschüler der mutmasslich nach Syrien geflüchteten 15-jährigen Muslimin wurden gestern offiziell informiert. Es gibt Hinweise, dass sich weitere Schüler radikalisiert haben. Spezielle Massnahmen ergreifen die Behörden aber nicht. Mehr...

«Wir wollen mit allen Imamen in Kontakt treten»

Julia Morais, Leiterin der kantonalen Fachstelle für Integrationsfragen, hat sich neu zum Ziel gesetzt, alle Imame im Kanton zu besuchen. Bei diesen Treffen ist immer auch der Extremismus ein Thema. Mehr...

«Die Jugendlichen, die in den Jihad ziehen, sind nur die Spitze des Eisbergs»

Als junger Palästinenser in Israel war Ahmad Mansour ein Islamist. Heute betreut der Psychologe in Berlin Jihad-Rückkehrer. Dass jüngst mehrere junge Winterthurer nach Syrien ausreisten, erstaunt ihn nicht. Mehr...

Hintergrund

Der äthiopische Imam und die Landesverweisung

Der Prediger, der wegen seiner Reden in der An’nur-Moschee im November festgenommen wurde, soll unter anderem mit 15 Jahren Landesverweis bestraft werden. Ob das vor Gericht standhält, ist noch nicht gesagt. Mehr...

«Christian darf nicht durch die Verwaltung ausgebürgert werden»

Der Bund will den mutmasslichen Jihadisten Christian I. aus Winterthur ausbürgern. Staatsrechtsprofessor Rainer Schweizer zweifelt die Rechtmässigkeit des Verfahrens an. Mehr...

Auf Youtube den Heiligen Krieg gesucht

Vor einem Monat wurde der verhinderte Jihad-Reisende Ahmed J. schuldig gesprochen. Das schriftliche Urteil zeigt wie sich der 26-Jährige im Internet radikalisierte. Mehr...

Neue Details über den «Emir von Winterthur»

Der 30-jährige Salafist und Kampfsportler, der als Drahtzieher der Winterthurer Islamistenszene gilt, hatte ein IS-Camp in Syrien besucht. Er war es offenbar auch, der die Syrien-Reise des Geschwisterpaars Visar und Edita organisiert hat. Mehr...

Kontroverse um Moschee: «Der Stadtpräsident muss sich hinstellen»

Kommunikationsfachleute kritisieren die «No comment»-Strategie der Stadt Winterthur zur Radikalisierung von Muslimen im Umfeld der An’Nur-Moschee. So verstärke man die Verunsicherung in der Bevölkerung. Mehr...

Meinung





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An-Nur-Prozesse dauern eine Woche

Weil insgesamt neun Angeklagte im Zusammenhang mit mutmasslichen Vorfällen in der An’Nur-Moschee vor Gericht stehen werden, hat das Bezirksgericht fünf Verhandlungstage angesetzt. Start ist am 1. Oktober. Mehr...

An’Nur-Imam nach Flucht in Deutschland gefasst

Die deutsche Polizei hat den Imamen verhaftet, der vergangenes Jahr in Winterthur zum Mord an Muslimen aufgerufen hatte und deshalb verurteilt worden war. Mehr...

An’Nur-Zirkel droht Ausschaffung

Eine Tonaufnahme aus der An’Nur-Moschee belastet die Beschuldigten offenbar schwer. Vier der neun Männer ­könnten bei einem Urteil der Landes verwiesen werden. Die geforderten Freiheitsstrafen liegen zwischen 30 und 36 Monaten. Mehr...

«Ich will unter islamischem Gesetz leben»

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An’Nur-Imam wegen Predigt angeklagt

Der Imam, der in der An'Nur-Moschee zur Tötung von Muslimen aufgerufen haben soll, wird angeklagt. Die Staatsanwaltschaft beantragt 18 Monate Haft und Landesverweisung. Mehr...

Mit Vermieter geeinigt: An'Nur-Moschee darf vorerst bleiben

Der Verein An'Nur hat sich vor der Schlichtungsbehörde mit der Vermieterin geeinigt und darf noch ein paar Monate in Hegi bleiben. Mehr...

An’Nur-Razzia ruft Bürgerliche auf den Plan

Bürgerliche Politiker thematisieren die umstrittene Moschee gleich mehrfach in Kantons- und Bundes­parlament. Ähnliche Vorstösse zeigen, wie die ­Antworten ausfallen dürften.­ Mehr...

An’Nur-Moschee muss schliessen

Die An’Nur-Moschee in Winterthur muss voraussichtlich Ende Jahr schliessen. Die Vermieter lassen den Vertrag mit dem Gotteshaus auslaufen, und der Islamverein findet keine neuen Räume. Für die Stadt kommt dies nicht überraschend. Mehr...

Verfahren gegen Jihadist sistiert

Die Bundesanwaltschaft stellt ihre Ermittlungen im Fall des tot geglaubten Wülflingers Christian I. vorläufig ein. Mehr...

Untersuchungshaft für «Emir von Winterthur» verlängert

Der 30-jährige Winterthurer S. bleibt für mindestens drei weitere Monate in Haft. Er wird dringend verdächtigt, sich dem Islamischen Staat angeschlossen zu haben. Mehr...

Bedingte Freiheitsstrafe nach Jihad-Reise

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat Ahmed J. zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts war der Winterthurer nicht nur reisewillig, sondern faktisch bereits auf der Reise zum Islamischen Staat. Mehr...

Ahmed J.: «Ich wollte schon als Kind als Märtyrer sterben»

Erstmals wird einem Mitglied der Winterthurer ­Salafistenszene der Prozess gemacht. Der 26-jährige Ahmed J. war mit mehreren der bekannten Jihad-Reisenden befreundet. Und gibt vor, er habe in Syrien doch bloss helfen wollen. Mehr...

Gemeinde muss IS-Sympathisant weiter Sozialhilfe entrichten

Ein 27-Jähriger wollte in den Jihad ziehen und kassiert in Embrach Sozialhilfe. Dem Gemeinderat sind die Hände gebunden. Mehr...

Selbsternannter Emir von Winterthur sitzt in U-Haft

Der zum Islam konvertierte Italiener S. gilt als eine der Schlüsselfiguren in der Winterthurer IS-Zelle. Jetzt sitzt er in Bern in U-Haft, wie gestern bekannt wurde. Mehr...

Bund entzieht Jihadist den Schweizer Pass

Das Staats­sekretariat für Migration will einem 19-jährigen Doppel­bürger die Staatsbürgerschaft ­aberkennen. Der Winterthurer hat sich in Syrien einer Terrororganisation angeschlossen. Mehr...

Winterthurer verbreitete Gewaltbilder

Der 26-jährige mutmassliche Jihadist aus Winterthur, der im April 2015 am Flughafen Zürich verhaftet wurde, hat auch eine Bildaufnahme hergestellt und verbreitet, die «grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen eindringlich darstellt». Mehr...

An’Nur unter neuer Führung

Der Präsident der umstrittenen An'Nur Moschee in Hegi hatte seinen Rücktritt angekündigt. Nun steht sein Nachfolger fest. Mehr...

Winterthurer Jihad-Reisender angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat heute Anklage gegen den 25-Jährigen eingereicht, der vor seiner Abreise am Flughafen Zürich verhaftet wurde. Er wird verdächtigt, auf dem Weg zum IS gewesen zu sein. Mehr...

Schulbesuche in der An'Nur-Moschee verboten

Schulklassen sollen der An'Nur-Moschee in Hegi keine Besuche mehr abstatten. Diese steht im Verdacht, Jugendliche radikalisiert zu haben. Mehr...

«Die Jugendlichen der An’Nur-Moschee bekamen Angst voreinander»

Der Basler Extremismusexperte Samuel Althof hatte mit mehreren Mitgliedern der An’Nur-Jugendgruppe Kontakt. Er widerspricht dem Bild, das medial von ihnen vermittelt wurde: Die meisten seien wenig ideologisch, und es habe keine echten Führungspersönlichkeiten gegeben. Mehr...

«Wer hier Jugendliche für den Jihad anwirbt, fliegt ganz schnell auf»

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«Die Jugendlichen, die in den Jihad ziehen, sind nur die Spitze des Eisbergs»

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«In unserem Schulhaus ist wieder Ruhe eingekehrt»

Die zwei Tössemer Geschwister, die womöglich nach Syrien in den Jihad zogen, gelten weiterhin als vermisst. Der Schulleiter des Mädchens erklärt, wie das Schulhaus Rosenau mit dem Fall umgeht. Mehr...

Der äthiopische Imam und die Landesverweisung

Der Prediger, der wegen seiner Reden in der An’nur-Moschee im November festgenommen wurde, soll unter anderem mit 15 Jahren Landesverweis bestraft werden. Ob das vor Gericht standhält, ist noch nicht gesagt. Mehr...

«Christian darf nicht durch die Verwaltung ausgebürgert werden»

Der Bund will den mutmasslichen Jihadisten Christian I. aus Winterthur ausbürgern. Staatsrechtsprofessor Rainer Schweizer zweifelt die Rechtmässigkeit des Verfahrens an. Mehr...

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Neue Details über den «Emir von Winterthur»

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Kontroverse um Moschee: «Der Stadtpräsident muss sich hinstellen»

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Winterthur und der Jihad: Das ist bis jetzt bekannt

Eine 15-jährige Tössemerin ist in Syrien offenbar mit einem Kämpfer des Islamischen Staats verheiratet worden. Dies ist die jüngste Nachricht von vielen, die Winterthur in den Zusammenhang mit dem Jihad stellen. Eine Auflistung. Mehr...

Frühstück um drei Uhr früh – ­am liebsten eine grosse Portion Teigwaren

Diese Woche hat ­der Fastenmonat Ramadan begonnen. Drei Winterthurer Muslime erzählen, was das Fasten für sie bedeutet und wieso es nichts mit ­Radikalismus zu tun hat. Mehr...

«Das ist der Islam in Winterthur»

Der Islamische Kulturverein hat zum Freitagsgebet eingeladen. Damit will er zeigen, dass die normalen Gläubigen «nichts mit Radikalen zu tun haben». Der Verein will nun offener gegen Vorurteile ankämpfen. Mehr...

Muslime als gute Nachbarn

An die 200 Gläubige beten regelmässig im Industriequartier an der Autobahn in Winterthur-Töss. Gestern hat die Gemeinde die Medien zum Freitagsgebet eingeladen. Die Botschaft: Wir haben mit Radikalismus nichts zu tun. Mehr...

Mehr Klarheit zum Kontaktnetz der mutmasslichen Jihad-Reisenden

Ein Ex-Thaiboxprofi schloss sich dem Islamischen Staat an. Zuvor soll er Kontakt zu drei mutmasslichen Winterthurer Jihadisten gehabt haben. Mehr...

Schule kämpft gegen Jihadismus an

Nachdem sich junge Muslime in Winterthur radikalisiert haben, reagieren die Behörden. Eine Arbeitsgruppe trifft sich und Mitarbeiter wurden weitergebildet. Mehr...

«Sandro wollte in der Moschee schlafen»

Die jugendlichen ­Jihadisten aus der Stadt ­waren in der Moschee An’Nur in Hegi bekannt. Der Vereinspräsident Atef Sahnoun hat nach den Radikalisierungen reagiert, hält seinen Einfluss aber für begrenzt. Mehr...

Thaibox-Champion plante in der Grüze Kampftrainings nach Regeln des Korans

Ein Muslim wollte Kampfsporttrainings nach den Regeln des Korans lancieren. Das Projekt liegt vorerst auf Eis. In Deutschland hat er über salafistische Hassprediger zu seinem Glauben gefunden. Mehr...

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