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Kolumne TribüneDreizehn Wünsche

Die «Landbote»-Kolumnistin Franziska von Grüningen erzählt, warum sie zwölf Zettelchen verbrannt hat, das letzte aber nicht.

Das abendliche Wunschverbrennritual war das Highlight.
Das abendliche Wunschverbrennritual war das Highlight.
Foto: Elisabetta Antonelli

Ich erinnere mich, wie wir ums Feuer standen. Auf kleine Zettel hatten die Kinder all das geschrieben oder gezeichnet, was sie an Corona nervt. Während wir die Zettel dem Feuer übergaben, erzählten die Kinder mehr zu ihren Zeichnungen: Meine Tochter nervte, dass sie nicht bei ihrer Freundin übernachten durfte. Den Sohn machte traurig, dass der Reitkurs ausfiel.

«Alles an Corona nervt», sagte der Vierjährige heiser, während er sein zweites Zettelchen verbrannte. Darauf hatte er zuvor eine Kugel mit lauter Stacheln gekritzelt. Das war Mitte März 2020, und wir standen erst am Anfang eines langen Corona-Weges. Aber das wussten wir Laien damals natürlich noch nicht. Und wenn: Ich hätte es meinen Kindern vermutlich nicht gesagt.

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