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125 Jahre «Sanggi»Ein Hauch von Versailles

Das Sek-Schulhaus St. Georgen feiert sein 125-Jahr-Jubiläum. Der dienstälteste Lehrer, Armin Stoller, führte uns durch die altehrwürdigen Räume.

Das Prunkstück im 125 Jahre alten Schulhaus St. Georgen: Der Singsaal mit Stuck und Kronleuchter.
Das Prunkstück im 125 Jahre alten Schulhaus St. Georgen: Der Singsaal mit Stuck und Kronleuchter.
Foto: Marc Dahinden

Das Schulhaus liegt auf der Nordseite der St.-Georgen-Strasse und thront auf einer Böschungsmauer. Das Sekundarschulhaus mit seiner Neu-Renaissance-Fassade aus rotem Backstein wirkt erhaben. Beim Betreten durch den Haupteingang fällt sofort die hohe Decke auf. Armin Stoller empfängt mich in seinem Klassenzimmer im ersten Obergeschoss, am Ende des Westflügels, wo er Mint-Fächer unterrichtet. Auffallend sind auch hier der hohe Raum und das Schlangenterrarium. Es bietet den Kornnattern Schnappi und Koti ein Zuhause.

Stoller lehrt seit 37 Jahren im «Sanggi». Er blickt aus dem Fenster und zeigt auf den roten Turm. Das Schulhaus stehe als stiller Zeuge kaum verändert da, wie bei der Eröffnung am 13. Oktober 1895. Nur die Umgebung habe sich gewandelt. «Anstelle des roten Turms war da der Volg. Es roch nach gesottenen Kartoffeln.» Und auf der anderen Seite residierte Volkart, dort, wo heute die ZHAW drin ist. Gegen die Geleise wurde die Überführung verbreitert. Und gegen die quietschenden Bremsgeräusche brauchte es dringend bessere Fenster. «Und an der Theaterstrasse waren früher kleine Reihenhäuser und die Restaurants Neueck und das Jägerstübli», erzählt Stoller.

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