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Milchverband WinterthurEin Haus für die Milch

Vor 80 Jahren wurde das Haus des Milchverbands Winterthur am Archplatz eingeweiht. Hinter der schlichten Fassade verbergen sich ungewöhnliche Geschichten.

Vor knapp 60 Jahren sah der Archplatz noch ganz anders aus. Die Archhöfe standen noch nicht und auch nicht das Pilzdach. Dafür gab es die EPA noch (rechts unten).
Vor knapp 60 Jahren sah der Archplatz noch ganz anders aus. Die Archhöfe standen noch nicht und auch nicht das Pilzdach. Dafür gab es die EPA noch (rechts unten).
Foto: ETH-Bibliothek, Bildarchiv

Am 22. Februar 1941 feierte der Winterthurer Milchverband die Vollendung seines Neubaus. Vielen Leuten vor allem wegen des Restaurants Chässtube bekannt, ist das mit seiner breiten Fassade zum Bahnhofplatz hin ausgerichtete Gebäude ein wichtiger Zeuge der Architektur der Kriegszeit. Die Bauherrschaft und seine Funktionen verweisen gleichzeitig auf eine besondere sozialgeschichtliche Bedeutung.

Säle, Wohnungen und ein Kinosaal

Auf dem Areal der ehemaligen Blumenbleiche war ab 1900 ein heterogener Komplex entstanden, zu dem das städtische Elektrizitätswerk, Räumlichkeiten des Milchverbandes, das Kino Thalia (später Arch) wie auch die Restaurants Molkerei und Helvetia gehörten, Letzteres das Stammlokal der Arbeiterbewegung. Der Bau des benachbarten Volkshauses 1937/38 ebnete dem Milchverband als Besitzer des Ensembles den Weg, eine zeitgemässe Nutzung und einen repräsentativen Abschluss des Bahnhofplatzes zu planen.

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