Rapperswil-Jona

Ein Knie-Musical zum 100-Jahr-Jubiläum

Für das Jubiläum des Circus Knie hat sich Rolf Knie etwas ganz spezielles einfallen lassen. Ein Musical soll die Familiengeschichte des Schweizer Nationalzirkus aufarbeiten.

Rolf Knie im Air Force Center in Dübendorf: Hier soll das Knie-Musical über die Bühne gehen.

Rolf Knie im Air Force Center in Dübendorf: Hier soll das Knie-Musical über die Bühne gehen. Bild: Keystone

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Eigentlich hätte sich Rolf Knie gewünscht, er hätte sein jüngstes Projekt noch etwas länger vor der Öffentlichkeit verbergen können. Denn es sei eindeutig noch zu früh, um über Einzelheiten zu sprechen, erklärt der Künstler und Zirkusmacher der ZSZ an diesem Freitagmittag am Telefon. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nicht miteingerechnet in seine Pläne hat der Rapperswiler, der sich zur Zeit in seiner Finca auf Mallorca aufhält, nämlich, dass der Kanton St.Gallen an diesem Morgen über die Verwendung der Lotteriefondsgelder informiert und damit die Bombe platzen lässt. So heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei nämlich, dass Rolf Knie zum 100-Jahr-Jubiläum des Circus Knie im Jahr 2019 plane die Knie-Familiengeschichte als Musical aufzuarbeiten. Er agiere dabei als künstlerischer Leiter und Produzent.

Vorgesehen ist gemäss Mitteilung, dass die Produktion in einem eigens entwickelten Zirkuszelt im Air Force Center in Dübendorf sowie als Gastspiel in verschiedenen Theatern der Schweiz während einer Spieldauer von rund fünf Monaten präsentiert werde. Die Gesamtkosten des Projekts dürften sich voraussichtlich auf rund 9,2 Millionen Franken belaufen.

Der Kanton seinerseits hat vor das Projekt mit einem Beitrag von 30 000 Franken zu würdigen. Knie selber hatte zuvor beim Kanton um einen Beitrag in der Höhe von einer Million Franken angefragt. Diesen Betrag befand der Kanton allerdings für zu hoch.

Alte Bilder sollen das Zirkuszelt schmücken

Der Kanton weiss zudem, dass es Knie gelungen sei renomierte Musical-Fachleute für sein Projekt zu begeistern. Für die Musik etwa soll Patric Scott zuständig sein. Der Rheintaler Musicaldarsteller und Songwriter hat schon in zahlreichen Musicalproduktionen in Deutschland und der Schweiz mitgewirkt.

Bei der Aufarbeitung der Familiengeschichte wird Rolf Knie unter anderem auch durch den Stadtweibel von Rapperswil-Jona, Markus Felder sowie den früheren Stadtarchivar, Markus Thurnherr, unterstützt. Zu dritt hätten sie sich denn auch schon auf die Suche nach alten Bildern und Plänen aus der Knie-Dynastie gemacht, erzählt Felder. Knie wolle damit den Eingang des Zeltes schmücken. Dabei haben gemäss Felder besonders die Pläne der früheren Knie-Reithalle auf dem Areal des heutigen Einkaufszentrums Sonnenhof das Interesse des Künstlers geweckt.

Rolf Knie selber, möchte sich indes noch nicht zum Projekt äussern. «Wir befinden uns mitten in der Vorbereitungsphase. Spruchreif ist das Ganze noch nicht.» Stünden die Grundpfeiler des Projekts dereinst fest, werde man die Öffentlichkeit aber selbstverständlich umfassend informieren.

Erstellt: 12.05.2017, 19:27 Uhr

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