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U21 des FCW erreicht 1:1Ein Kopfball – so spät wie wuchtig

Nach Resultaten kann die U21 des FCW mit ihrem Saisonstart zufrieden sein. Nach dem 1:1 gegen den St. Galler Nachwuchs hat sie aus zwei Spielen vier Punkte auf dem Konto.

Das 1:1 des FCW: Zenel Hasani (verdeckt) erzielte es in der 89. Minute.
Das 1:1 des FCW: Zenel Hasani (verdeckt) erzielte es in der 89. Minute.
Foto: Enzo Lopardo

Das Unentschieden der beiden Nachwuchsteams in der Erstliga-Gruppe 3 war insgesamt korrekt. Die Winterthurer hatten insgesamt zwar ein Plus an klaren Chancen und sie wären auch nicht schon früh in Rückstand geraten, hätte ihr Goalie Mike Bodenmann einen haltbaren Weitschuss Leandro Perlaskas abgewehrt. Anderseits mussten sie froh sein, dass ihnen in der 89. Minute doch noch der Ausgleich gelang. Erst als der 1,90 Meter grosse Zenel Hasani eingewechselt worden war, brachten sie es fertig, einen der fast immer gut getretenen Eckbälle oder Freistösse zu verwerten. Fabio Rodriguez, auch er eingewechselt, schlug diesmal den Corner, Hasani setzte den Ball mit viel Wucht und bemerkenswerter Fertigkeit als Kopfballspieler ins Tor.

In der Nachspielzeit war der Ball nach einem Heber von Tomislav Starcevic gar nochmals auf bestem Weg ins Tor, wurde dann aber von einem St. Galler offenbar gerade noch rechtzeitig von der Linie gewischt. Mit dem Punkt mussten die Winterthurer leben, weil sie in der Anfangsphase Unsicherheiten in der St. Galler Abwehr nicht genutzt hatten. Der Jüngste in ihrem Team, der 17-jährige Leart Krasniqi, hatte in seinem ersten Spiel in der Startelf den Ball mal aus vier Metern mit dem Kopf am völlig leeren Tor vorbei gesetzt. Man erhielt von diesem Jung-FCW den Gesamteindruck, dass da eine kämpferisch und läuferisch gute Mannschaft am Werke war, der vor allem eines fehlte: ein Stürmer, der auch mal ein Tor schiesst – wie es noch im vergangenen Herbst Dimitri Volkart war, der zurzeit aber verletzt ist. Kam hinzu, dass der spielstärkste Offensivmann der Winterthurer, Adrian Rama, zurzeit Mühe hat. Er wirkt zu wenig spritzig.

Spielerisch mittelmässig

Spielerisch war die Leistung überhaupt nicht mehr als mittelmässig, zumal sich St. Galler und Winterthurer an Eifer nichts zu wünschen übrig liessen und darob auch etwas gar fehlerhaft, ja wirr wurden. Immerhin, Captain Etnik Nezaj war ein umsichtiger Abwehrchef, im Mittelfeld lieferte das defensive Trio gute Arbeit, vor allem Arlind Dakaj (19), der nach zwei Kurzeinsätzen für die U21 des FCZ vom Heerenschürli auf die Schützenwiese gekommen ist.

Am kommenden Samstag fahren die Winterthurer nach Lugano-Paradiso. Das mit vier Punkten tun zu können, ist für die frühe Zeit der Entwicklung dieser Mannschaft schon mal eine ordentliche Basis.