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Schlägerei und ÜbergewichtEin Rüpel für die Challenge League

Viel Glück mit diesem Neuen, GC: Renat Dadashov ist aserbeidschanischer Nationalspieler – und hat es faustdick hinter den Ohren.

Legte sich auch schon mit Mitspielern an: GC-Neuzugang Renat Dadashov (rechts) fiel in der Vergangenheit als Heisssporn auf.
Legte sich auch schon mit Mitspielern an: GC-Neuzugang Renat Dadashov (rechts) fiel in der Vergangenheit als Heisssporn auf.
Foto: Sam Bagnall (Getty Images)

Den Assistenztrainer beleidigt, den Teamkollegen geschlagen: Für einen 21-jährigen Fussballer hat Renat Dadashov bereits eine bewegte Vergangenheit. Und eine Schweizer Zukunft: Dadashov spielt in der neuen Saison bei den Grasshoppers. Dies vermeldete der Club am Sonntag. Auch der Ire Connor Ronan stösst neu zu den Zürchern.

Dadashov ist aserbeidschanischer Nationalstürmer, der auch den deutschen Pass besitzt und in den Nachwuchsauswahlen des DFB spielte. Er gehört den Wolverhampton Wanderers, war zuletzt jedoch an den portugiesischen Erstligisten Paços de Ferreira ausgeliehen – auch zu GC kommt er leihweise. Ein Zufall ist das nicht: Wolverhampton gehört wie GC dem chinesischen Konglomerat Fosun. Zusammen mit dem ebenfalls leihweise wechselnden Connor Ronan sind es nach dem Transfer des schweizerisch-chinesischen Doppelbürgers Ming-Yang Yang (25) nun schon drei Profis, die von den Midlands nach Niederhasli kommen.

«Hier wird er sicher nicht mehr trainieren»

Ob Dadashov sportlich eine Verstärkung ist, wird sich zeigen – ein zweifelhafter Ruf eilt ihm indessen bereits voraus. 2018 ist er vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt wegen mehrerer Fehltritte vor die Tür gesetzt worden. Was er alles getan hat? Vieles. Er erschien übergewichtig im Training, verletzte einen Mitspieler mit einem Foul im Training und beleidigte daraufhin diesen und den Co-Trainer, der ihn zur Rede stellte. Und als Krönung: Nach einem Training schlug der Heisssporn einem Mitspieler ins Gesicht und verletzte ihn. Die Eintracht teilte daraufhin mit: «Renat wurde aus disziplinarischen Gründen freigestellt. Hier wird er sicher nicht mehr trainieren.»

Blosse Jugendsünden eines damals 19-Jährigen? Die Hoffnung lebt. Bei seinen Stationen nach Frankfurt (Estoril, Paços de Ferreira und Wolverhampton) hörte man keine Klagen mehr. «Er ist ein herausragendes Talent», hiess ihn seinerzeit Wanderers-Sportdirektor Kevin Thelwell willkommen. Auch bei Adidas sind sie vom Potenzial Dadashovs überzeugt: Vergangenen Januar unterschrieb der Stürmer einen persönlichen Ausrüstervertrag mit dem deutschen Sportartikelhersteller.