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Falscher Treibstoff verwendetEine Explosion beförderte das Schiff auf den Seegrund

Heute vor 120 Jahren ereignete sich auf dem See vor Richterswil ein dramatischer Unfall. Wrackforscher konnten das Unglück rekonstruieren. Im Dunklen bleibt hingegen, was es mit einem weiteren gesunkenen Schiff bei Stäfa auf sich hat.

Nach 120 Jahren bringen die Hobbyforscher Licht ins Dunkle, was mit dem Wrack vor Richterswil geschehen ist.
Nach 120 Jahren bringen die Hobbyforscher Licht ins Dunkle, was mit dem Wrack vor Richterswil geschehen ist.
Foto: Markus Inglin

Der Zürichsee ist ein Schiffsfriedhof: Dutzende, wenn nicht Hunderte Schiffe befinden sich auf dem Grund. Viele sind für immer unauffindbar im Schlick begraben, von manchen ragen Teile aus dem Sediment. Die meisten stammen aus der Zeit, als die Strassen noch holprig und schlecht ausgebaut waren und es noch keine Eisenbahnlinien gab. Der See war zu dieser Zeit die Hauptverkehrsachse in der Region. Er ist gewissermassen die Autobahn der Vergangenheit. Und auf dieser haben sich auch manche Unfälle ereignet.

Adelrich Uhr ist einer von mehreren Tauchern, die solchen Unglücken im Zürichsee nachgehen. Seit 2005 taucht er systematisch nach bereits bekannten Wracks und stöbert neue auf. Gemeinsam mit den Swiss Archeodivers, einem Verein von Hobby-Unterwasserarchäologen, und Mitgliedern des Tauchclubs Zürichsee untersucht er versunkene Schiffe auf dem Seegrund und versucht zu rekonstruieren, was mit ihnen geschehen ist.

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