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Kommentar zur Feueraktion vor RestaurantsEine scheinheilige Aktion der Wirte

Jetzt plötzlich entdeckt der Verband der Wirtinnen und Wirte die Nächstenliebe. Vorher hat er sich monatelang gegen Massnahmen gewehrt, die die Ausbreitung des Virus abschwächen.

Die Gastronomen wollen Solidarität einfordern – mit einer Aktion, die deplatziert und zynisch wirkt.
Die Gastronomen wollen Solidarität einfordern – mit einer Aktion, die deplatziert und zynisch wirkt.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Es soll eine Aktion sein, die Solidarität weckt. Tatsächlich wirkt sie in der aktuellen Situation deplatziert und zynisch. In der ganzen Schweiz haben Mitglieder des Verbands Gastro Suisse am Donnerstag vor ihren Betrieben Feuer entzündet. Der Verband will auf die prekäre Lage der Gastronomie aufmerksam machen. «Der Bund kann jetzt noch handeln, bevor sich im Gastgewerbe ein Flächenbrand an Konkursen entfacht», heisst es in einer Mitteilung.

Das ist noch nachvollziehbar. Doch stossend ist, was dann folgt. Man halte «aber auch inne und zeigt sich solidarisch mit den Menschen, die wegen der Corona-Krise Leid erfahren». Und lade dazu ein, an einem der vielen Feuer dabei zu sein.

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