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Interview zum BundesratsrücktrittElisabeth Kopp spricht über ihren schwierigsten Moment

Die erste Bundesrätin der Schweiz fühlte sich vor ihrem erzwungenen Rücktritt alleingelassen. Eine, die zu ihr stand, war Alt-Nationalrätin Judith Stamm. Ein Gespräch über Frauen in der Politik.

Wiedersehen in der Wandelhalle des Bundeshauses: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp (links) und Alt-Nationalrätin Judith Stamm haben sich viel zu erzählen.
Wiedersehen in der Wandelhalle des Bundeshauses: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp (links) und Alt-Nationalrätin Judith Stamm haben sich viel zu erzählen.
Foto: Thomas Egli

Judith Stamm ist mit der Forchbahn nach Zumikon angereist. Von der Station braucht sie zu Fuss nur fünf Minuten bis zu einem modernen Wohnhaus am Hang. Sie klingelt, der Summer ertönt, im ersten Stock ist die Wohnungstür bereits offen, Elisabeth Kopp steht bereit und strahlt. Sie umarmen sich. Die Freude ist gross bei beiden Frauen, die sich viele Jahre nicht gesehen haben. Wie viele es sind, können sie nicht genau sagen. Was sie verbindet, sind ihre Biografien: Nach der Einführung des eidgenössischen Frauenstimm- und Wahlrechts gehörten sie zur ersten Gruppe Frauen, die in den Nationalrat gewählt wurden. Elisabeth Kopp brachte es 1984 zur Bundesrätin – die erste Frau der Schweiz in diesem Amt. Das ist ebenso Zeitgeschichte wie ihr Rücktritt fünf Jahre später nach einem ominösen Telefonat. Darum soll es im Gespräch gehen.

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