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Autorennfahrer aus WinterthurEndlich zurück im Cockpit

Nach der dreimonatigen Corona-Zwangspause kehrt Jasin Ferati auf die Rennstrecke zurück. Sechs Testtage sind eine optimale Vorbereitung auf den Saisonstart in der wichtigsten Formel-4-Meisterschaft Europas.

Der Winterthurer Jasin Ferati ist bereit für die Formel-4-Rennen.
Der Winterthurer Jasin Ferati ist bereit für die Formel-4-Rennen.
PD

Nach Wochen der Ungewissheit herrscht endlich Klarheit: Auch der Motorsport ist auf dem Weg zurück zur Normalität. Neben der Formel 1 sind andere Serien bereit für die Wiederaufnahme der Aktivitäten auf den Rennstrecken. Dies gilt auch für die international ausgeschriebene italienische Formel-4-Meisterschaft, in der Jasin Ferati seinem Debüt entgegenfiebert. Der bald 17-jährige Winterthurer startet gut vorbereitet im Team Jenzer Motorsport.

«Ich fühle mich in jeder Beziehung bereit für die neue Herausforderung.»

Jasin Ferati

«Ich bin aufgewühlt und glücklich, drei Monate nach dem letzten Test im Juni in Mugello, Misano und Imola endlich wieder ins Cockpit steigen zu dürfen», sagt er. «Ich bin bis in die Zehenspitzen motiviert und fühle mich in jeder Beziehung bereit für die neue Herausforderung.» Die Corona-Krise hatte für ihn auch ihr Gutes: «Ich konnte das Training noch einmal markant intensivieren und arbeite jetzt fast täglich an Kraft und Ausdauer. Extrem weitergebracht hat mich in dieser Zeit auch das intensive Simulatortraining mit meinem Renningenieur Luciano Crespi bei Jenzer in Lyss.»

Engagement im virtuellen Rennsport

Aus diesem Bereich gibt es eine weitere positive Nachricht. Ferati wird neu von Racing Unleashed unterstützt, einem führenden Unternehmen im virtuellen Rennsport. «Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit mit meinem neuen Sponsor und werde alles tun, um das Vertrauen von CEO Monisha Kaltenborn, der früheren Sauber-Chefin, zu rechtfertigen.» Erste Standorte von Racing Unleashed in der Schweiz sind Cham und Zürich, als dritter gesellt sich demnächst Kemptthal dazu. «Da werde ich natürlich sehr oft anzutreffen sein, um mich auch in diesem Bereich zu verbessern», sagt Ferati. Zu seinen Aufgaben wird es gehören, das virtuelle Racing noch näher an das echte heranzuführen.

Jasin Ferati arbeitet künftig mit Monisha Kaltenborn, CEO von Racing Unleashed, zusammen.
Jasin Ferati arbeitet künftig mit Monisha Kaltenborn, CEO von Racing Unleashed, zusammen.

21 Rennen stehen bevor

Am geplanten Formel-4-Programm hat sich trotz des Unterbruchs wenig geändert. Die europaweit am besten besetzte italienische Meisterschaft wird in der zweiten Jahreshälfte wie geplant sieben Veranstaltungen mit 21 Rennen in Budapest, Misano, Le Castellet, Spielberg, Mugello, Monza, Imola und Vallelunga umfassen. Vorgängig sind mindestens zehn Testtage geplant.

Teamkollegen Feratis bei Jenzer Motorsport sind der ein Jahr ältere Rumäne Filip Ugran und der Mexikaner Santiago Ramos Reynoso, die schon letztes Jahr dabei waren. «Obwohl die Konkurrenz gross und stark sein wird, will ich in die Top Ten der Gesamtwertung fahren und bei den Rookies ganz vorne mitmischen», setzt sich Jasin Ferati zum Ziel.