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Erlenbach wird zum Zentrum der Hockey-Berichterstattung

Eishockeyspiele werden bald auf dem Areal der ehemaligen Schärer-Fabrik in Erlenbach kommentiert. Der Kabelnetzanbieter UPC plant dafür den Bau eines Fernsehstudios für 1,5 Millionen Franken.

Eisige Zeiten brechen bald in Erlenbach an: Das Unternehmen UPC plant ein Fernsehstudio für Eishockey-Berichterstattung in der ehemaligen Schärer-Fabrik.
Eisige Zeiten brechen bald in Erlenbach an: Das Unternehmen UPC plant ein Fernsehstudio für Eishockey-Berichterstattung in der ehemaligen Schärer-Fabrik.
Manuela Matt

Als letzten Juni publik wurde, dass der zur Swisscom gehörende Anbieter Teleclub die Rechte für die Eishockey-Berichterstattung an die UPC Schweiz GmbH verloren hat, war dies ein Überraschungscoup. Nun wird klar, dass das neue Zentrum der Schweizer Eishockeyberichterstattung in Erlenbach beheimatet sein wird. Dies geht nicht nur aus einem Baugesuch hervor, das bis zum 2. März auf der Gemeinde aufliegt, sondern wird auch von der UPC bestätigt. Zu Details der Baupläne und Berichterstattung wollte sich der Konzern aber nicht äussern.

Geplant hat das Unternehmen das Fernsehstudio in der ehemaligen Schärer-Fabrik, einem geschichtsträchtigen Gebäude in Seenähe. Auf fast 900 Quadratmetern sollen Arbeitsplätze für 30 Journalisten entstehen. Neben dem mehr als 100 Quadratmeter grossen eigentlichen Studio sind in einer Halle Produktions-, Technikräume und Büros geplant, wie der Grundriss zeigt. Der Bau von vier Kommentatorenkabinen legt zudem nahe, dass auch die Liver-Berichterstattung in Erlenbach erfolgt.

Mehr als Eishockey möglich

Die Eishockey-Berichterstattung will UPC auf einem eigenen Kanal namens «MySports» senden. In einer Mitteilung umriss UPC bereits im letzten Sommer das Angebot: Neben allen NLA- sollen auch NLB-Spiele sowie Matches der Herren- und Damennationalmannschaft gezeigt werden.

Was der Begriff «MySports» suggeriert, nämlich dass sich MySports nicht nur auf Eishockey beschränken will, wird in Sportmedien schon länger gemunkelt. Da ist die Rede von Rechten für Tennis, Golf und gar von Fussball, die UPC anpeile. Klar ist: Bereits jetzt geht es um viel Geld. 177 Millionen Franken haben die Eishockey-Übertragungsrechte bis 2022 gekostet. Auch der Studioeinbau selbst dürfte nicht billig werden. Gemäss Plänen rechnet der Bauherr mit Kosten von 1,5 Millionen Franken.

Dies dürfte UPC verschmerzen, angesichts der Tatsache, dass der Umsatz im letzten Jahresviertel um 1,8 Prozent gestiegen ist: Es kamen 38 000 Kunden hinzu. Das Unternehmen wird wohl auf noch mehr Kunden ab nächstem Sommer hoffen, wenn «MySports» auf Sendung geht.

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