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Schule und das Virus«Es gibt Eltern, die darum betteln, dass ihr Kind in Quarantäne geschickt wird»

In Orpund BE wurden ein Lehrer und zwei seiner Schüler positiv getestet. Jetzt stehen alle Neuntklässler unter Quarantäne. Das Corona-Tagebuch von Lehrer Alain Pichard.

«Ich bin 65, gehöre zur Risikogruppe. Vor dem Virus habe ich keine Angst»: Alain Pichard, Sekundarlehrer am Oberstufenzentrum in Orpund BE.
«Ich bin 65, gehöre zur Risikogruppe. Vor dem Virus habe ich keine Angst»: Alain Pichard, Sekundarlehrer am Oberstufenzentrum in Orpund BE.
Foto: Marco Zanoni

Meine Schüler sitzen zu Hause. In Quarantäne bis heute Sonntag, 23.59 Uhr. Schüler D. fragt: «Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch, kann ich dorthin?» E. schreibt: «Kann ich die Schnupperlehre am Montag beginnen?» A. fragt: «Ich habe das Buch in der Schule, kann meine Schwester es holen?» B.: «Gibt es wieder Fernunterricht?» S.: «Kann ich wieder einen Laptop aus der Schule erhalten, wir haben immer noch keinen.»

Ich antworte, beruhige meine Schüler bis tief in die Nacht.

Die Quarantäne verfügte der Kantonsarzt am Donnerstag, nachdem ein Lehrerkollege positiv auf Corona getestet worden war. Der ganze Schülerjahrgang der Neuntklässler ist von dieser Massnahme betroffen, rund 50 Schüler stehen unter Quarantäne.

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