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Prüfungsbetrug in Winterthur«Es war richtig dumm»

Nach den virtuellen Prüfungen im Sommer gab es 30-mal so viele Disziplinarverfahren wie im ganzen Jahr davor. Mehr als die Hälfte der Betroffenen gibt zu, gemogelt zu haben. Andere wehren sich diese Woche mit einer Petition.

Weil einige Studierende nicht nur zusammen lernten, sondern auch die Prüfung zusammen lösten, leitete die ZHAW insgesamt 148 Disziplinarverfahren ein.
Weil einige Studierende nicht nur zusammen lernten, sondern auch die Prüfung zusammen lösten, leitete die ZHAW insgesamt 148 Disziplinarverfahren ein.
Symbolbild: Marc Dahinden

Statt einer Note bekam Larissa Leu (Name geändert) im Juli ein Mail von der ZHAW mit einem Verdacht und einer Einladung. Sie soll bei einer Prüfung betrogen haben und in wenigen Tagen ein Statement dazu abgegeben. Leu, die an der School of Management and Law studiert, ist damit nicht allein.

Die letzten Prüfungen fanden wegen Corona virtuell statt und haben für 148 Studierende ein juristisches Nachspiel, davon betreffen 109 Disziplinarverfahren die School of Management and Law in Winterthur.

Leu fragte eine Kollegin um Hilfe, die bei einer Kanzlei arbeitet. Ein Kollege habe für viel Geld einen Anwalt engagiert. Die beiden Schummler erhielten von den Juristen denselben Rat: alles zugeben.

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