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Gewalt gegen FrauenEU drängt Türkei zur Rückkehr in die Istanbul-Konvention

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Konvention selbst in Istanbul unterschrieben.
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SDA/step

6 Kommentare
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    N. Hauser

    Erdoğan war 1984 stellvertretender Vorsitzender türkischen "Wohlfahrtspartei", welche 1998 verboten wurde. Unter anderem wegen Sympathien zum Dschihad und Einführung der Scharia. Erdoğan wurde 1998 wegen Aufstachelung der Bevölkerung zu Hass und Feindschaft zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Auch die Nachfolgerin "Tugendpartei" wurde 2001 wegen den gleichen Gründen verboten. Schlussendlich gründete Erdoğan 2001 die "AKP".

    Seit Atatürk gilt in der Türkei der sogenannte Laizismus. Ein Prinzip der strengen Trennung zwischen Religion und Staat. Die AKP hält seit 2002 die absolute Mehrheit im Parlament und konnte so die Türkei vom Laizismus wegbewegen. Erdoğan hat sich schon mehrfach ablehnend gegenüber einer individuellen Freiheit der Frau geäussert.

    Er bezeichnet Schwangerschaftsabbrüche als Mord und ist gegen einen Kaiserschnitt. Frauen können wegen ihrer zierlichen Statur nicht dieselbe Arbeit verrichten wie Männer. Laut Erdoğan habe der Islam die Frauen in der Rolle als Mutter vorgesehen. Muslimische Familien sollten nicht verhüten. Der Feminismus würden die Rolle der Mutter nicht akzeptieren und ist entsprechend negativ. Frauen, welche die Mutterschaft und Hausfrauentum ablehnen, sollten nicht arbeiten gehen. Usw.

    Es ist entsprechend nicht überraschend, dass die Türkei unter der AKP und Erdoğan aus der Istanbul-Konvention ausgetreten ist. Erdoğan vertritt einen klar fundamentalistischen Islam, der nicht repräsentativ ist.