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Nachrichtenticker«Auch schwere Fälle können geheilt werden» +++ Mündliche Gymiprüfungen gestrichen

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in der Region im Nachrichten-Ticker.

Gregory von Ballmoos, Marco Huwyler, Fabian Röthlisberger
LIVE

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Bundesrat ruft den Notstand aus, dieser gilt ab dem 17. März (00:00 Uhr) bis mindestens 19. April. Damit wird das öffentliche Leben grösstenteils stillgelegt. Bars und Restaurants sowie alle Freizeit- und Unterhaltungsbertiebe werden geschlossen. Dazu gehören auch Zoos, Sportzentren und Läden, die nicht zwingend sind für die Grundversorgung.
  • Ebenfalls wird der Bund Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich, Italien und Deutschland durchführen.
  • Die Schulen in Winterthur bleiben nicht nur bis am 4. April, sondern – wie im ganzen Kanton Zürich – gleich durchgehend bis zum Ende der Frühlingsferien am 26. April geschlossen.
  • 1'363 Corona-Fälle im Kanton Zürich (Stand Mittwochmorgen)
  • Im Kantonsspital Winterthur (KSW) sind über 50 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden
  • Auch die ZHAW hat ihren ersten Corona-Fall und prüft virtuellen Unterricht
  • Die nationalen Entwicklungen rund um das Coronavirus und dessen Auswirkungen können Sie hier verfolgen.

LIVE TICKER

S12 nur noch im Stundentakt

Die S12 von Winterthur Richtung Wil fährt ab heute Donnerstag nur noch im Stundentakt. Am Abend und am Wochenende kommt die S35 zum Einsatz.

Noch schlimmer trifft es die Linie S19 und die S42. Diese beiden fallen ab Montag komplett aus, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Damit vollziehe man die verbindlichen Anordnungen des Bundesamts für Verkehr.

Ohne Prüfung ins Gymnasium

Die Bildungsdirektion des Kanton Zürich hat beschlossen, dass keine mündliche Aufnahmeprüfungen für die Gymnasien und die Fachmittelschulen stattfinden. Schülerinnen und Schüler, die nach der schriftlichen Prüfung zusätzlich noch eine mündliche Prüfung hätten ablegen sollen, werden direkt ins Gymnasium aufgenommen.

Die Situation rund um das Coronavirus lasse keine verlässliche Prognose zu, heisst es in der Mitteilung des Kantons, es sei unmöglich einen Termin festzulegen, der sicher einzuhalten sei.

Betroffen ist auch das Liceo Artistico sowie das Kunst und Sport Gymnasium. Hier werde die Beurteilung basierend auf den bereits eingereichten Unterlagen vorgenommen, heisst es weiter. Die gestalterischen Eignungsprüfung am Liceo Artistico finden nicht statt.

Gar keine Prüfung ablegen müssen Schülerinnen und Schüler die die Berufsmaturität 2 ablegen wollen und zwar wenn sie das eidgenössische Fachzeugnis (EFZ) mit der Note 5.0 oder höher abgelegt haben. Oder wenn ihr schulischer Notendurchschnitt in den berufsspezifischen Fächer 5.0 oder höher ist.

Kurzarbeit im Casinotheater

Das Kunsthaus beantragt Kurzarbeit, das sagt der Verwaltungsratspräsident Viktor Giacobbo im Interview mit der Handelszeitung. Man habe zwar eine Epidemieversicherung abgeschlossen, dennoch brauche es diesen Schritt, denn das Casinotheater ist nicht subventioniert. Zudem will sich das Casinotheater auch um einen Hilfskredit, der von Bund und Banken am Mittwoch lanciert wurde, bemühen.

Die Medienkonferenz in voller Länge

Am Mittwochnachmittag informierte Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli und Vertreter der Spitäler und der Kantonsapotheke über die Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kanton Zürich.
Hier können Sie die Medienkonferenz nochmals nachschauen.

Coronavirus in den Alltag integrieren

Orsola L. Vettori betont, dass man sich im Gesundheitswesen auf eine längere Zeit einstellen müsse, in welcher das Coronavirus den Takt vorgebe. Allerdings müsse man über kurz oder lang auch anstreben, wieder in eine Form des Normalzustandes hinein zu kommen - trotz und mit Coronavirus. Das Virus müsse, so Vettori, «in den Spital-Alltag integriert» werden.

Kanton kauft Maschine für Schutzmasken

Wie Natalie Rickli erläutert, hat sich die Zürcher Gesundheitsdirektion dazu entschlossen eine Maschine zu kaufen, die sogenannte FFP2-Schutzmasken produziert.

Die Maschine kostet 740'000 Franken und soll gut 30’000 Masken pro Tag produzieren können, rechnet die SVP-Regierungsrätin vor. Bei Bedarf kann der Kanton Zürich auch andere Kantone mit den begehrten Masken beliefern.

Unispital: Auch schwere Fälle wurden geheilt

Gregor Zünd, Direktor des Unispitals Zürich betont, dass auch schwere Fälle Chancen auf Heilung hätten. So habe das Universitätsspital unlängst vier Personen, die schwer erkrankt waren, wieder von den Beatmungsgeräten nehmen können «(Extubieren»). 44 Personen liegen derzeit im Unispital wegen Covid19 stationär im Spital.

Effektiv vier- bis fünfmal so viele Fälle wie positiv getestet

Gemäss Natalie Rickli gibt es im Kanton Zürich derzeit über 1300 positiv auf Covid19 getestete Personen. Die effektive Zahl der Infizierten dürfte gemäss Rickli aber wesentlich höher sein - sie rechnet mit vier- bis fünfmal so vielen Fällen. 7 Personen sind wegen der Krankheit gestorben.

Bettenkapazität massiv erhöht

Die Bettenkapazität in den Züricher Spitälern wurde in den letzten Wochen massiv erhöht. Gemäss Natalie Rickli hab es noch Ende Februar in den Zürcher Spitälern 194 Betten, die zur Behandlung eines Covid19-Erkrankten geeignet sind. Mittlerweile sind es 366. Das entspricht einer Erhöhung um 88 Prozent.

Der Kanton informiert: 140 Personen im Spital

Der Kanton informiert per Medienkonferenz über die aktuelle Lage in den Spitälern. Insgesamt liegen derzeit 140 Personen in den Spitälern des Kantons Zürich, die wegen einer Covid19-Erkrankung gepflegt werden. 25 Personen müssen beatmet werden. Das Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) am Mittwoch.

Am Anschlag seien die Spitäler deswegen aber nicht, betont Rickli. Die grösste Belastung für die Spitäler erwartet sie in einer bis eineinhalb Wochen.

Lindau hat Hilfspaket vorbereitet

Lindau unterstützt seine lokalen kleinen und mittleren Unternehmen
. Wie der Gemeinderat heute mitteilt, möchte er eingreifen, wenn die
Massnahmen von Bund und Kanton im Einzelfall zu wenig oder zu spät greifen.

Der Gemeinderat hat dafür an einer ausserordentlichen Sitzung vom 23. März 2020 einen Kredit in
der Höhe von einer Million Franken gesprochen.

Betroffene können sich ab Donnerstag, 26. März 2020, an die Auskunftsstelle der Gemeindeverwaltung Lindau, Tel. 058 206 44 15, wenden.

Flugfest Hagenbuch wird abgesagt

Für das Flugfest Hagenbuch sind die Vorbereitungen bereits seit vergangenem Oktober im Gange. Obwohl der Familienevent erst am 15. und 16. August stattfinden soll, hat sich das OK entschieden, den Anlass abzusagen.

PD

Angesichts der aktuellen Lage durch die unsichere Zukunft könne das OK im Moment keine Attraktionen verpflichten, heisst es in der Mitteilung. Zum heutigen Zeitpunkt sei nicht sicher, ob man im August schon wieder solche Grossanlässe durchführen könne.

Zwei neue Todesfälle

Im Kanton Zürich sind zurzeit 1363 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilt die Gesundheitsdirektion am Mittwochmorgen mit. Das sind 152 Fälle mehr als am Dienstag. Zudem sind zwei weitere Personen an den Folgen des Virus' gestorben. Total verzeichnet der Kanton Zürich 7 Todesfälle (78-jährig, 78, 80, 88, 90, 96, 97).

Kein Albanifest dieses Jahr

Das Albanifest-Komitee hat beschlossen, die Durchführung aufgrund der Entwicklung der COVID-19-Pandemie auf 2021 zu verschieben. Dies aus Sorge um die Gesundheit von Publikum und Beteiligten, teilt das OK mit. Zudem seien durch die behördlichen Massnahmen alle Beteiligten in ihren Vorbereitungen sehr eingeschränkt. Mit der Verschiebung sollen gesundheitliche und finanzielle Risiken rechtzeitig vermieden werden, heisst es in der Mitteilung weiter (zum Artikel...)

Zürcher Spitäler haben derzeit genügend Platz

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) hat am Dienstag betont, dass es im Kanton Zürich derzeit genügend Spitalbetten für Corona-Patienten gebe.

Dies gilt auch für schwere Fälle, die auf die Intensivstation müssen. «Wir sind noch weit davon entfernt, dass das System zusammenbricht», sagte Rickli in einem Interview mit Radio1.

Im Hintergrund prüft die Gesundheitsdirektion aber mehrere Möglichkeiten, mit denen auch in den kommenden Wochen sicher genügend Betten zur Verfügung gestellt werden können. Man erwäge etwa, unterirdische Anlagen in Betrieb zu nehmen, sagte Rickli. «Wir prüfen auch die Variante Turnhalle oder Hotel.»

Zürcher Gefängnis wird als Corona-Station wieder geöffnet

Das Coronavirus schafft es auch hinter Gefängnismauern. Deshalb nimmt der Kanton Zürich das seit Dezember stillgelegte Gefängnis Horgen wieder in Betrieb, als Corona-Station für Zürcher Häftlinge.

Der Kanton Zürich werde im Gefängnis Horgen vorsorglich eine Art Krankenstation für infizierte Häftlinge einrichten, teilte Justizvollzug und Wiedereingliederung auf Anfrage mit. Die Behörde bestätigte damit eine Meldung von Radio SRF1 vom Dienstag.

Grundsätzlich sollen Infizierte zuerst in dem Gefängnis betreut werden, in dem sie ihre Strafe absitzen. In Horgen sollen jene Häftlinge betreut werden, die intensivere Pflege brauchen.

Wie viele Betten die Station bieten soll, ist offen. Man sei erst in der Planungsphase. Die Station ist ausschliesslich für Häftlinge aus Zürcher Gefängnissen vorgesehen. Eine Zusammenarbeit mit anderen Kantonen sei geplant, so die Behörde weiter.

Weinbauern bald nicht mehr flüssig

Den Ostschweizer Weinbauern ist mit der Schliessung der Restaurants und Bars ein wichtiger Absatzkanal weggebrochen. Die Fachstelle Rebbau der Kantone Schaffhausen, Thurgau und Zürich rechnet damit, dass viele Winzer deswegen bald nicht mehr flüssig sind.

Im Detailhandel wird zwar nach wie vor viel Wein verkauft. Die Fachstelle rechnet aber damit, dass auch der Absatz über diesen Kanal in den kommenden Wochen zurückgehen wird.

Die Winzer würden mit empfindlichen Umsatzeinbussen rechnen. Bereits in wenigen Monaten werde dies bei vielen Betrieben zu erheblichen Liquiditätsengpässen führen. Hinzu kommt, dass die Branche ohnehin bereits unter Druck ist, weil die Keller noch gut gefüllt sind.

Die Aussichten in den Rebhängen sind derzeit besser: Die Reben dürften die für die nächsten Tage angekündigten Frosttage gut überstehen, wie die Fachstelle in ihrer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die Reben seien noch im Stadium der Winterruhe, welche die Knospen bis zu einem gewissen Grad vor dem Erfrieren bewahre. (sda)

Über 50 Fälle am KSW

Die Coronavirus-Fallzahlen am Kantonsspital Winterthur steigen weiter. Sechs Personen werden stationär betreut. Zum Artikel...

Töss-Stafette fällt aus

Die Töss-Stafette von Anfang Juni wird aufgrund der Corona-Krise abgesagt, das schreibt die Stadt Winterthur in einer Mitteilung. Zum Entscheid habe auch die zu kurze Vorbereitung, die Schulen sind im Kanton Zürich bis zum 26. April geschlossen ,geführt. An der Stafette laufen jedes Jahr rund 3000 Schülerinnen und Schüler mit. Die Schulsportanlass wird nicht verschoben, die nächste Töss-Stafette findet voraussichtlich im Juni 2021 statt. Zum Artikel.

Gratis Parkieren in Frauenfeld

Dass Mitarbeitende des Gesundheitswesen gratis parkieren können, ist in in vielen Städten bereits eingeführt. Die Stadt Frauenfeld geht nun noch einen Schritt weiter und erlässt alle Parkgebühren. Diese Entscheidung begründet die Stadt zum Einen mit der Ansteckungsgefahr über die Tastatur des Parkautomats und zum Anderen damit, dass die Nachfrage sowieso sehr klein sei, weil viele Personen im Homeoffice arbeiten.