Zum Hauptinhalt springen

Fussball 3. LigaHitzige Szenen und fünf Rote Karten im Spitzenkampf

Räterschen stürzt den Leader. +++ Der SC Veltheim übernimmt die Tabellenspitze. +++ FC Oberi setzt sich 6:0 durch. +++ Verdienter Sieg für Neftenbach. +++ Der FC Elgg bleibt ohne Punkt. +++ Die Eisenbahner gleichen gegen Embrach spät aus.

LIVE TICKER BEENDET

Unentschieden für Seuzach 2

Seuzach 2, die junge Mannschaft von Trainer Giuseppe Bruzzese, hatte anfänglich Mühe, im Heimspiel gegen Thayngen den Tritt zu finden: «Wir haben sehr viele kleinere technische Fehler gemacht, dies führte leider zu zahlreichen Ballverlusten». In der 32. Minute ging das Heimteam nach einem direkten Freistoss von Philipp Fischer dennoch in Führung. Doch bereits kurz nach der Pause glich Thayngen aus. In der Folge entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Verwarnungen. «Das Spiel war überhaupt nicht hart, aber die Linie des Schiedsrichters war schon sehr kleinlich», sagte Bruzzese. Ein Spielfluss kam so nicht zu Stande. Seuzach 2 hatte in der Schlussphase noch eine dicke Möglichkeit zum Siegestreffer, diese blieb jedoch ungenutzt. (fag)

FC Seuzach 2 - FC Thayngen 1:1 (1:0). - Tore: 32. Fischer 1:0. 48. 1:1.

Räterschen stürzt den Leader

Der FC Räterschen trat die lange Reise zu Tabellenführer FC Niederweningen an. Dieser war optimal in die Saison gestartet und vor der Partie noch verlustpunktlos. Auf einem schwer bespielbaren Terrain entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Beide Mannschaften erspielten sich vereinzelt gute Möglichkeiten, ohne dabei aber zu reüssieren. So trennte man sich schliesslich leistungsgerecht 0:0. Räterschen stürzte damit Niederwenigen vom Leaderthron. FCR-Trainer Raphael Reinhard zeigte sich sehr zufrieden über den gewonnenen Punkt: «Mit etwas mehr Glück hätten wir sogar drei Punkte geholt, aber das Unentschieden ist verdient für beide Mannschaften.» (fag)

FC Niederwenigen - FC Räterschen 0:0.

Ellikon/Marthalen unterliegt 4:0

In der ersten Halbzeit war lange Zeit von beiden Mannschaften wenig zu sehen. Kaum verwunderlich war es dann eine Standardsituation, die den FC Rafzerfeld in seinem Heimspiel in der 41. Minute zur Führung nutzte. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus Marthalen besser ins Spiel, liefen in der 59. Minute nach einem Ballverlust aber in einen Konter. Der anschliessende Eckball führte zum 2:0. In der Folge verlor das Team von Trainer Enzo Guadagnino komplett den Faden – zwei weitere Gegentreffer resultierten daraus. «Irgendwie passte es heute ganz und gar nicht und wir haben verdient verloren», sagte Guadagnino. Nun hoffe er auf eine sofortige Reaktion im Heimspiel gegen Thayngen. (fag)

FC Rafzerfeld 4:0 - FC Ellikon/Marthalen (1:0). - 41. 1:0. 59. 2:0. 68. 3:0. 73. 4:0.I

Hitzige Szenen und fünf Rote Karten prägen den Spitzenkampf

Phönix Seen 2 und Töss lieferten sich auf dem Steinacker ein Derby, an dem es an nichts fehlte. Letztlich gewannen die Platzherren 3:1 und liegen damit nun einen Punkt vor Töss auf Platz 1 der Gruppe 5. Einen katastrophalen Ballverlust in der Hintermannschaft der Seemer wusste Töss mit dem 0:1 auszunutzen. Nach dem Ausgleich der Heimmannschaft hätten die Gäste die neuerliche Führung erzielen können. Torhüter Adrian Gehrig parierte allerdings den Elfmeter und so kippte das Momentum zu Gunsten von Phönix. Samel Murati markierte das 2:1. Der Treffer zum 3:1 hätte nicht zählen dürfen, da der Ball zuvor im Seitenaus gewesen war. Die Tössemer reklamierten zurecht, aber auch teilweise mit unschönen Ausdrücken und so sahen zwei Töss-Spieler die Rote Karte. Nur eine Minute später wurden auch noch Marvin Erimodafe (Töss) und Kubilay Koca (Phönix) des Feldes verwiesen. Das dabei entstandene Handgemenge führte gar dazu, dass Phönix-Trainer Manuel Trashorras Rot sah, obwohl er eigentlich die Situation hatte beruhigen wollen. «Der Schiedsrichter hätte unser Tor zum 3:1 zurücknehmen sollen, dann wäre das Ganze nicht eskaliert», sagte Trashorras. Ein an sich attraktives Drittligaspiel fand somit ein unrühmliches Ende. Töss-Trainer Remo Todesco meinte: «Gratulation an Phönix zum Sieg. Sie waren nicht besser, aber effizienter. Wir haben zu viele gute Möglichkeiten liegen gelassen. Daneben wurde heute leider der Fairnessgedanke mit Füssen getreten.» (tst)

FC Phönix Seen 2 – FC Töss 3:1 (0:1). - Tore: 26. Callà 0:1. 57. Murati 1:1. 73. Murati 2:1. 89. Inglin 3:1.

FC Oberi setzt sich 6:0 durch

«Wir waren die spielbestimmende Mannschaft», bilanzierte Oberwinterthurs Coach Sasa Rakic. Der FC Oberi nutzte in Neuhausen bereits in der Startphase seine erste Möglichkeit und drückte auch danach aufs Tempo. Gerade das hohe Pressing bereitete dem Heimteam Mühe, was Rakic natürlich gefiel. Der FCO nutzte weitere fünfmal seine Chancen, wobei auch ein höherer Sieg als das 6:0 möglich gewesen wäre. «Wir haben sehr konzentriert und dominant agiert, wodurch wir verdient drei Punkte mitnehmen.» (fam)

VFC Neuhausen – FC Oberwinterthur 0:6 (0:3). - Tore: 2. Hadjadj 0:1. 34. Hadjadj 0:2. 40. Aygün 0:3. 54. Aygün 0:4. 56. Hadjadj 0:5. 68. Hadjadj 0:6.

Verdienter Sieg für Neftenbach

In einer nervenaufreibenden Partie gegen Seebach drückten die Gäste aus Neftenbach dem Spiel den Stempel auf. «Wir waren klar die bessere Mannschaft, gingen aber trotzdem in Rückstand», meinte Daniel Fehlmann, Coach der Neftenbacher. Auch nach dem Pausentee agierten die Gäste dominant. Diesmal konnten sie die gebotenen Chancen doch noch nutzen und gingen 2:1 in Führung. «Danach haben wir die Entscheidung mit dem dritten Treffer verpasst», so Fehlmann. Dies wurde in der Nachspielzeit fast noch bestraft. (fam)

SV Seebach – FC Neftenbach 1:2 (1:0). - Tore: 39. 1:0. 55. Mäder 1:1. 65. Larosa 1:2.

Der SC Veltheim siegt ungefährdet

«In der ersten Halbzeit haben wir sehr ansehnlichen Fussball gezeigt», meinte Trainer Richard Oswald zur Leistung seines SC Veltheim im Heimspiel gegen Bülach. Bereits in der 9. Minute durfte das erste Mal gejubelt werden, worauf weiter nach vorne gespielt wurde. Dementsprechend verdient war die 3:0-Pausenführung des SCV. Danach liess er allerdings etwas nach. «Wir waren in der zweiten Halbzeit immer einen Schritt zu spät», so Oswald, der anfügte, dass man dies in den kommenden Spielen besser machen wolle. Nach dem ungefährdeten Erfolg und dank der Punktverluste von Niederweningen gegen Räterschen führen die Veltheimer die Gruppe 4 an. (fam)

SC Veltheim – FC Bülach 3:1 (3:0). - Tore: 9. Schiess 1:0. 26. Ciccone 2:0. 43. Cecchini 3:0. 88. Yonni 3:1.

Heinz Diener

Gerechtes Unentschieden mit sechs Toren

Die Gäste aus Embrach starteten aktiver ins Spiel gegen die Eisenbahner. «Vor allem mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden», so Domenico Piu. Sein FCE spielte ansehnlichen Fussball und führte zur Pause verdient. Danach liess seine Mannschaft aber etwas nach, was den Winterthurern ermöglichte, wieder ins Spiel zu finden und spät vom 1:3 zum 3:3 auszugleichen. Naim Delijaj hob die «klare Leistungssteigerung nach der grottenschlechten ersten Halbzeit» hervor. Am Ende sprachen beide Coaches von einem gerechten Unentschieden. (fam)

SV Eisenbahner – FC Embrach 3:3 (0:2). - Tore: 12. Ferrari 0:1. 35. Ademi 0:2. 65. Ramadani 1:2. 70. De Filippo 1:3. 80. Ramadani 2:3. 85. D. Sacipi 3:3.

Elgg bezieht unnötige Heimniederlage

Die arg gebeutelten Elgger, die sich tief im Abstiegskampf befinden, fanden gut ins Heimspiel gegen den Spitzenclub Dinamo Schaffhausen und gingen verdient in Führung. Danach gelang es ihnen nicht, diese zu halten. Die Schaffhauser glichen aus und sorgten für den ersten Dämpfer im Spiel des Heimteams. Erst nach dem Pausentee kamen wieder vermehrt Chancen zur Geltung, die man aber allesamt vergab. «Wenn wir sie vorne nicht machen, dann kriegen wir sie hinten», meinte Elggs Trainer Adi Schibli. Die Schaffhauser blieben kaltschnäuziger vor dem Tor, wodurch eine kämpferisch starke Leistung Elggs nicht belohnt wurde. Schibli sprach von einer «unnötigen Niederlage». (fam)

FC Elgg – NK Dinamo Schaffhausen 2:4 (1:1). - Tore: 6. Forrer 1:0. 7. Ciglar 1:1. 58. Venuto 1:2. 64. Ciglar 1:3. 73. Cacan 1:4. 94. Bosshard 2:4.

Trainer Adi Schibli und seine Elgger bleiben Tabellenletzte.
Beginn des Live Tickers