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Flixbus plant Halt für Flugpassagiere

Zukünftig erhalten Reisende ab Flughafen Zürich eine weitere Möglichkeit, an ihren Abflugort zu gelangen. Flixbus will dort eine Haltestelle neu in sein Programm aufnehmen.

Die Fahrzeuge von Flixbus werden demnächst auch am Flughafen Zürich halten. Bisher steuerten sie erst den Carpark Sihlquai in Zürich an.
Die Fahrzeuge von Flixbus werden demnächst auch am Flughafen Zürich halten. Bisher steuerten sie erst den Carpark Sihlquai in Zürich an.
Keystone

Hinter der Idee von Flixbus stehen drei junge Unternehmer aus München. Sie wollen nachhaltiges Reisen bequem und gleichzeitig bezahlbar machen und gründeten 2013 das Busunternehmen. Seit zwei Jahren verkehren die Busse in zahlreiche Länder Europas. In der Schweiz gibt es bisher zwei Destinationen, St.Gallen und der Carpark Sihlquai beim Bahnhof Zürich. Gemäss einem Bericht von «20 Minuten» plant das Busunternehmen nun einen weiteren Stopp beim Flughafen Zürich.

Philipp Bircher, Mediensprecher der Flughafen Zürich AG bestätigt den Kontakt mit Flixbus. «Wir haben vor einigen Monaten eine Anfrage bekommen. Es haben diesbezüglich Gespräche stattgefunden», sagt er. Der Flughafen sehe sich als zentrale Verkehrsdrehscheibe und sei grundsätzlich offen für alle Verkehrsträger. Bircher gibt aber zu bedenken, dass die heutige Infrastruktur am Flughafen Zürich nur über beschränkte Platzverhältnisse verfüge. «Sie sind momentan nicht darauf ausgelegt, als grösseres Busterminal zu dienen.»

Nicht begeistert von der Idee

Der Rümlanger Gemeindepräsident und SP-Kantonsrat Thomas Hardegger sieht volkswirtschaftlich keinen grossen Nutzen, wenn noch mehr Leute die Angebote von Billigflügen nutzen wollen. Seiner Meinung nach würde der neue Busstopp am Flughafen aber eine solche Kundschaft anziehen und damit den Flugverkehr im Billigsektor zusätzlich ankurbeln. «Das würde zu weiteren Bewegungen führen, die unnötig Lärm verursachen.»

Aus einem andern Grund ist man bei Pro Bahn Schweiz von der Idee einer Flixbus-Haltestelle am Flughafen nicht begeistert. Sektretär Marcel Burlet wird von «20 Minunten» mit den Worten zitiert: «Wir fürchten die Konkurrenz im öffentlichen Verkehr der Schweiz. So weit darf es nicht kommen.»

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